Beschwerden mit chinesischer Medizin lindern

Redaktion, 3. Jänner 2007, 14:12
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    foto: apa/epa/lionel derimais

    Die Traditionelle Chinesische Medizin glaubt, dass Wechselbeschwerden auf Nieren-Milz-Schwäche und Leber-Herz-Unausgeglichenheit zurückzuführen sind.

TCM empfiehlt Kombination aus Ernährung, verschiedenen Massagetechniken und Bewegungstherapie

Wien - Bis zu 80 Prozent der Frauen in den westlichen Industriestaaten haben im Klimakterium Beschwerden. Etwa ein Drittel leidet so sehr, dass die Betroffenen medizinische Hilfe, häufig in Form von individuell rezeptierten Hormongaben, benötigen. Sofern es möglich ist, wünschen sich aber viele Patientinnen auch alternative Behandlungsoptionen. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) bietet eine Kombination aus Ernährung, Massage und Bewegungstherapie auf.

 

"Frauen in den Wechseljahren sollten ganz besonders auf ihre Gesundheit Acht geben und sich regelmäßig beim Arzt untersuchen lassen", betont die TCM-Expertin Wen Shi Chun. In ihrem Wiener Zentrum beklagen sich Betroffene meist über Wallungen, Unausgeglichenheit, Schwitzattacken, Selbstzweifel, Depressionen, Schlaflosigkeit, Vergesslichkeit, Kopfschmerzen, unregelmäßigen Zyklus und ein geschwächtes Immunsystem.

Nicht überreagieren

"Die Beschwerden und ihre Auswirkungen sind unterschiedlich, manche verspüren gar nichts, manche leiden sehr darunter, manche weniger", so Wen. "Wenn sie auftreten, sollte man nicht überreagieren, aber rechtzeitig vorsorgen und die Situation unter Kontrolle bringen."

"Die TCM glaubt, dass Wechselbeschwerden auf Nieren-Milz-Schwäche und Leber-Herz-Unausgeglichenheit zurückzuführen sind", erläuterte Wen. Auf Nieren-Schwäche führt die traditionelle Medizin zum Beispiel Kreuzschmerzen, verstärkten Harndrang und verringerte Abwehrkräfte zurück. Durch Milz-Schwäche entstehen Erschöpfung und Übergewicht. Wallungen und Stimmungsschwankungen seien auf "Leber-Unausgeglichenheit" zurückzuführen. "Herz-Unausgeglichenheit" sei eine Ursache für Schlaflosigkeit, Selbstzweifel, Vergesslichkeit und Unruhe.

Ernährung

"Empfehlenswert sind Milz-Nieren-Herz stärkende Lebensmittel", so die Expertin. Dazu gehören Äpfel, Kiwis, Trauben, Litschis, Datteln, Mais, Sellerie, Schnittlauch, Spargel, Ginkgo, Morcheln, Bohnen, Sojamilch, Eier, Honig, Weizen, Süßkartoffeln, Radieschen, Hühner- und Entenfleisch sowie Buchweizen. "Bei übermäßiger Menstruation sollte die Frau nach Eisen- und blutstärkenden Lebensmitteln greifen." Das seien beispielsweise Sojaprodukte, Spinat, Paradeiser, Karotten, Champignons, Seetang, Morcheln, Pfirsiche, Marillen, Mandarinen und Innereien.

Regelmäßiges Schröpfen

"Außerdem sollte man jede zweite Woche schröpfen", rät Wen Shi Chun. Schröpfen - der Therapeut setzt gläserne Saugglocken entlang der Reflexzonen auf den Rücken der Patientin - gehört zu den bekanntesten der traditionellen "ausleitenden" Heilverfahren. Es gilt als schmerzlindernd und durchblutungsfördernd.

Weiters sollen Tuina Anmo - "Tui" (Schieben), "Na" (Greifen), "An" (Drücken) und "Mo" (Streichen), eine der ältesten manuellen Therapien und wichtiger Bestandteil der TCM -, sowie Gua Sha - Reibung der Körpermeridiane mit Hornblättern - hilfreich sein. Die Wirkung beruht auf einer "Öffnung" blockierter Leitbahnen und der Anregung von Blut- und Energiekreislauf mit dem Ziel, das gestörte Gleichgewicht von Yin und Yang wiederherzustellen. Und: "Mit der passenden TCM-Meridianbewegungstherapie beugt man auch Übergewicht vor" sagt Wen Shi Chun. (APA)

Dagmar Rehak
 
00
29.6.2008, 12:18

Das kommt mir genauso vor wie das Fachchinesisch von anderen Auskennern.
Was ist eine Milz-Schwäche? Wie entsteht die?
Was ist eine Leber- und Herz-Unausgeglichenheit? Wie entstehen die?

Ich hänge einer ganz anderen Naturheiltheorie an: Die Leute schlafen zu wenig, genießen zu wenig und haben zu wenig Sex. Das betrifft so gut wie alle Beschwerden, nicht nur die Wechsel-.

bewa08
 
00
27.6.2008, 17:27
höchstens, wenn eine/r dran glaubt und oft nicht einmal dann ...

... helfen solche Therapieformen wie TCM oder Homöopathie und dergleichen.

Sie profitieren allesamt von dem verständlichen Bedürfnis nach "natürlicheren" Heilmethoden.

Verstärkt wird der Effekt, darauf hereinzufallen, dadurch, dass sogar Leute mit Dr. Titeln darauf hereinfallen (Vorurteile können selbst bei intelligenten Leuten große Wirkungen zeitigen) und so der Anschein von "Seriosität" und Glaubwürdigkeit dieser "alternativen" Methoden gestärkt wird.

Hinzu kommt - z.B. bei Homöopathie-befürwortenden - die subtile Verwendung von Propagandatricks, z.B. die "herkömmliche" Universitätsmedizin als "Schulmedizin" zu bezeichnen (als wären die Ausbildungsorte der anderen nicht ebenfalls "Schulen", an denen deren Dogmen gelehrt werden).

MsLiberty
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Ich weiß was Leichteres: einfach ein gutes Maca nehmen, das kostet weniger, und hilft und hilft!
Aber Achtung auf die Dosis! Jenes das vom Peruanischen Gesundheitsamt zertifiziert ist und auch biologisch ist, ist das Beste.
Viel Glück und Gut Wexel!

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