Wenn Frauen zu sehr lieben

Redaktion, 1. Februar 2007, 07:00
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    cover: rowohlt

Sich aus Liebe aufopfern, aus Liebe leiden - und nicht geliebt werden: Robin Norwoods Klassiker über "die heimliche Sucht, gebraucht zu werden"

"Wenn Liebe für uns gleichbedeutend ist mit Schmerz und Leiden, dann lieben wir zu sehr.
Wenn Gespräche mit unseren engsten Freundinnen sich meistens nur um unseren Partner drehen, wenn fast alle Sätze mit "Er..." anfangen, dann lieben wir zu sehr.
Wenn wir viele seiner Charakterzüge, Einstellungen und Verhaltensweisen eigentlich ablehnen, sie aber in dem Glauben hinnehmen, dass er sich uns zuliebe ändern wird, wenn wir nur attraktiv und verständnisvoll genug sind, dann lieben wir zu sehr.
Wenn die Beziehung zu einem Partner unser seelisches Wohlergehen, vielleicht sogar unsere körperliche Gesundheit und Sicherheit gefährdet, dann lieben wir zweifellos zu sehr."

1985 stand Robin Norwoods Klassiker "Women Who Love Too Much! When You Keep Wishing and Hoping He'll Change" das erste Mal auf der amerikanischen Bestsellerliste. Mittlerweile ist die 24. deutschsprachige Auflage erschienen, das Thema, so scheint es, ewig aktuell. Was das Buch nicht ist: ein simpler Ratgeber für Liebeskummer. Was es sein kann: ein wertvoller (Um-)Denkanstoß für Frauen, die sich in obigem Zitat wieder finden - oder sich fragen, warum sie so gut wie immer in Beziehungen landen, in denen ihre Liebe nicht erwidert wird. Und warum sie trotzdem darin bleiben.

In einem ausführlichen Vorwort erklärt Norwood zunächst das Syndrom des "Zu-sehr-Liebens" und wie das Wort "Sucht" in diesem Zusammenhang zu verstehen ist. In den nachfolgenden Kapiteln schildert die Psychotherapeutin dann die Lebensgeschichten von Klientinnen aus ihrer Praxis, die zu sehr geliebt haben. Plakativ wählt sie dabei auch krasse Schicksale, die sich um Selbstaufgabe, alkohol- oder drogenabhängige Partner, Selbstmordabsichten und ungestillte Sehnsüchte drehen. Ganz konkret beschreibt sie die typischen Merkmale von Frauen, die zu sehr lieben, und die vielen Aspekte, Handlungsweisen und "Deckmäntelchen", unter denen das Muster zu finden ist.

Wie die Männer es sehen

Zwischendurch wendet sich die Autorin immer wieder direkt an die Leserin, erklärt anschaulich Zusammenhänge und zeigt Lösungen auf. Ein Kapitel ist auch der anderen Seite, den "Männern, die sich zu sehr lieben lassen", gewidmet: Hier kommen ehemalige Partner betroffener Frauen zu Wort, während Norwood analysiert, was in diesen Beziehungen ablief und warum sich diese Männer von ihren Partnerinnen angezogen fühlten.

Einen großen Teil des Buches widmet die Therapeutin dann der möglichen Veränderung und dem Heilprozess: Sie beschreibt die Schritte, die ihrer Meinung nach dazu nötig sind, macht aber auch darauf aufmerksam, dass dieser Prozess, das Ablegen dieses, vielleicht schon in der Kindheit erworbenen, gut geübten Musters, unter Umständen Jahre dauern kann. Sie setzt auf Hilfe zur Selbsthilfe, und sie macht Mut: "Falls sie sich für den Weg der Veränderung entscheiden, werden sie sich verwandeln: von einer Frau, die einen anderen Menschen so sehr liebt, dass es schmerzt, in eine Frau, die sich selbst genug liebt, um dem Schmerz ein Ende zu setzen." (isa)

Robin Norwood:
"Wenn Frauen zu sehr lieben"
Rowohlt, Neuauflage 2006
352 S., 8,90 Euro
ISBN 978-3-499-19100-8

Die Autorin:

Robin Norwood, geboren 1945, unterhält als staatlich anerkannte Ehe-, Familien- und Kindertherapeutin eine private Praxis in Santa Barbara, Kalifornien. Sie hat sich sowohl auf die Behandlung von neurotischen Beziehungsmustern als auch von Alkohol- und Drogenabhängigkeit, Esssucht und Depressionen spezialisiert. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Neben "Wenn Frauen zu sehr lieben" schrieb sie auch "Briefe von Frauen, die zu sehr lieben" und "Warum gerade ich? - Ein Ratgeber für die schwierigsten Situationen des Lebens".

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was soll der unsinn!

heilprozesse, therapeuten, selbshilfe, schmerzen ein ende setzen ...!??!

ist die menschheit schon komplett verblödet?

ich hab den eindruck, dass die einfachsten dinge im leben die kompliziertesten sind.



find ich lustig den artikel!

... aber voll passend zu jenem materialistischen frauentyp, die sich (zur selbststärkung) so einen reichen alten gokel nehmen, der sie dann von vorn bis hinten beschei..t, und sich die kummerfalten in den gesichtern dieser ladys nur so stapeln.

aber bitte madln, erklärts ma dann net wieder wie oarm ihr seids...


Hättest gerne, gell?

nein.

mir geht das am geist!

wie du mir

wie ist das lupiii, wünscht du deinen kindern etwa so eine mutti?? so eine, die sich nur an materiellen dingen orientieren kann - weil sie irgendwelche komplexe verfolgen - und sie sich in der gesellschaft nicht anders beweisen kann als zb durch ein teueres auto, oder durch irgendwas anderes monetäres und an ihrer rechten seite einen reichen mann braucht?!?!?

also ich denk da anders - liegt wohl daran dass ich aus nur einfachen und bescheidenen verhältnissen stamme. troztzdem aber hör ich dieses leid sehr oft klagen. und immer wieder frag ich mich, warum das bei solchen frauen so ist.

ich treff sehr oft solche frauen. nun auch schon im internet ...

wenn du aber argumentieren kannst, tu´s einfach. mich würds echt interessieren.

dann weiß ich, dass ich´s richtig gemacht hab :-)

Dann hast du wahrscheinlich wieder eine Mutti ausgesucht, die halt so ist und dann wird es dir wohl so gefallen. Die Kinder sind dann nicht so schlimm arm, weil dann bist halt du die Mutter und sie der Vati, geht auch.:)

wo besteht der zusammenhang zwischel niebe und dem versuch jemanden zu ändern?

inwiefern liebt man jemanden wenn man nicht die person annimmt wie sie ist .. sondern ein idealbild auf sie projeziert und dann versucht alle ecken und kanten abzuschleifen damit bild und mensch übereinstimmen?

Naja, Nudi und die Niebe?!:)

Niebe und Hiebe?:)

der titel ist sicher ein problem

aber das sagt nicht, dass der inhalt so schlecht wäre

Ihr solltet lieber darüber nachdenken, wieso ihr euch so gerne anhimmeln und lieben lasst. Nach dem Motto "Mach mal Baby" und das obwohl eh schon vorher klar ist, dass es auch nie was geben könnte, macht ihr euch nur lustig, anstatt die eigene Gefühlsunfähigkeit auch nur zu erkennen.

ein gutes buch

nicht so ein ramsch-ratgeber. auch wenn die diskussion hier wieder mal nur in einem ob denn männer oder frauen ärmer und benachteiligter und abhängiger oder sonstwas wären.
aber gelesen hat das hier ja ohnehin offenbar niemand.

Ich fand das Buch auch gut und sicherlich lesenswert.

Ich habe es gelesen, selbst meine Oma (87) hat das. Es ist ein Buch am Niveau der Brigitte-Artikel.

Sind Sie Brigitte-Leserin?

Ja, weil ich bin Schuhverkäuferin beim Humanic und alles andere ist ein bisschen schwierig für mich.

Wollen Sie damit sagen, alle Schuhverkäuferinnen sind einfach gestrickt?

Ein bissl weniger Präpotenz würde Ihnen guttun, meine Liebe!

Seien Sie doch so gut und lassen Sie Ihre Aggressionen bei Ihrer tollen Freundin ab.

Sagen Sie mal, gehts noch?

Gestern ging es noch, heute hab ich es noch nicht probiert.:)

Ich liebe niemanden, mir ist das also wurscht.

naja

wie sie meinen. es ist nicht großartig aber ganz ok. ich glaueb sie haben zuwenig brigitte artikel gelesen.

Ich bin sicher, dass Sie nur aus Prinzip bled daher reden und das Buch nicht kennen.

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