"In letzter Zeit fünf bis sechs Ehrenmorde"

von Redaktion  |  14. Mai 2007, 12:57
  • Artikelbild: ÖVP-Landtagsabgeordnete Sirvan Ekici. - Foto: APA/ROBERT JAEGER
    ÖVP-Landtagsabgeordnete Sirvan Ekici.

VP-Landtagsabgeordnete Sirvan Ekici kritisiert eine Verschleierung der Dramatik im muslimischen Milieu Wiens

Wien - Die Wiener VP-Landtagsabgeordnete Sirvan Ekici kritisiert eine Verschleierung der Dramatik im muslimischen Milieu Wiens: "Es geht unter, dass wir in den letzten 18 Monaten fünf bis sechs Ehrenmorde nur in der türkisch-stämmigen Bevölkerung gehabt haben." Es seien alles Fälle im Vorfeld von Scheidungen gewesen, die auch unter Muslimen bereits sehr hohe Raten (Ekici: "Bis 50 Prozent") aufweisen. Die damalige Frauenstadträtin Wehsely sei noch immer eine umfangreiche Studie zum Thema Zwangsheirat schuldig, die Stadtregierung versuche das Thema zu tabuisieren. Die 1973 in der Türkei geborene Ekici hatte die Idee für einen Lehrgang in "Interkulturellem Konfliktmanagement", der jetzt beginnt.

Es geht um Ausbildung für "persönliche, soziale und fachliche Handlungskompetenz in interkulturellen Konflikten im Arbeits-und Lebensbereich". Der Kurs wird vom Innenministerium, vom Integrationsfonds und Frauenministerium unterstützt und von der Firma der Mediatorinnen Elisabeth Kaiser und Susanne Helmy durchgeführt.

Die auszubildenden Mediatorinnen und Mediatoren müssten laut Kaiser nicht nur Sprache und Kultur der Migrantinnen kennen, sondern auch Gestik und Mimik zu deuten wissen, weil der non-verbale Bereich oft viel wichtiger wäre. NGOs wie "Orient Express" (siehe Bericht oben) bilden Beraterinnen und Berater aus, die Gemeinde Wien bietet Deutschkurse für Muslim-Frauen an (deklariert sie aber teilweise als Nähkurse, damit der Pascha zu Hause seiner Frau die Teilnahme überhaupt erlaubt). (DER STANDARD, Printausgabe 15.02.2007)

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beluga
03.03.2007 20:37
warum steht so ein fall nie in der zeitung?

@redaktion

emanze c
09.03.2007 16:20

Steht es ja - Familiendrama, Eifersuchtsdrama in Wien Simmering oä.
Und paradoxerweise dienen diese Fälle, bei denen im ORF nie, in Zeitungen selten die Nationalität bzw Herkunft v Opfer/Täter erwähnt wird, dann zur Rechtfertigung so vieler blauäugiger mitteleuropäischer Traditionsverteidiger: "Seht's das passiert hier auch - kein Unterschied zw Eifersuchtsmord und Ehrenmord."

So bestätigt der tatsächl Ehrenmord diese Leute in ihrer Ansicht, hier wäre "eh alles genauso schlimm".

Cassius 
16.02.2007 05:02

Das ihr Österreicher bei der ersten Gelegenheit gleich mal versucht Grundwerte wie Toleranz abzuschaffen und auch sonst es kaum erwarten könnte mal wieder gegen Moslems und Juden zu hetzen wundert mich gar nicht.

emanze c
09.03.2007 16:23

Nicht alle Muslime stehen geschlossen hinter Leuten wie Dir!
Dazu muss man nicht ÖsterreicherIn zu sein, um für sich selbst denken bzw verstehen zu können, was richtig und was falsch ist.

Gerade die Ö verstehen leider noch gar nicht, wie s in den COmmunities zugeht - zum Glück stehen immer mehr (gebildete) Leute aus ebendiesen auf und schweigen nicht mehr. In Dt schon mehr als hier, aber einige PolitikerInnen und NGOs sind positive Bsp.
Kontraproduktiv sind eher die Ö, die zu viel Toleranz und Blauäugigkeit mitbringen - und natürlich Sturköpfe aus den Comunities, die die intolerantesten Menschen überhaupt sind, rassistisch motiviert in weiten Teilen (dh Europäer ablehnen wg fehlender Moral), aber LAUT nach Toleranz rufen&denunzieren.

superloser 
17.02.2007 20:58

Der Höhepunkt der Toleranz wäre dann, dass die Allgemeinheit die Ehre der ehrverletzten Familie wieder herstellt und die Frau, die die Ehre verletzt hat (am Ende hat sie sich vergewaltigen lassen), selber umbringt. Wie wär es vielleicht mit so 'ner kleinen Steinigung - so als Akt des Respektes und der Toleranz?

Guter Jahrgang 
17.02.2007 14:16

Ihr Österreicher? Unterstellst du hier mit 8 Millionen Österreichern, Moslem- und Judenhetzer zu sein? Und fällt es für dich unter Toleranz, Ehrenmorde zu dulden? Du bist entweder sehr jung oder sehr unreif oder beides.

die naive
15.02.2007 16:43

Wenn ich das richtig verstehe, sind diese 5, 6 "Ehren"-Morde in Wien passiert; wieviele solcher Morde gab es dann in ganz Österreich?

pimp jur weiffordenextsentury
15.02.2007 22:58
na aufgrund der ungenauen angabe

5 bis 6, also stellt sich die frage sind es denn überhaupt 5

somit ist der ganze text für die fisch, weil es niemals als solche ehrenmorde ausgewiesenen morde waren, sondren "nur" morde

die naive
16.02.2007 10:07

Nur weil hier 5 oder 6 steht den Schluss zu ziehen, dass es gar keinen "Ehren"mord gab, ist schon sehr gewagt.....

Herr Franz, Kellner iR
15.02.2007 14:59
was die frau ekici sagt

interessiert in wien niemanden. weil sie nämlich keine linke ist. denn in wien, wo wehsely, sima und brauner das sagen haben, gilt: nur eine linke frau ist eine echte, gute, ernstzunehmende frau.

hammerfall 
04.03.2007 11:40
ui, so viel verbitterung

das waren noch zeiten, als in wien nur eine rechte frau eine echte, gute, ernstzunehmende frau war :)

rudolf weiss1  
15.02.2007 18:32
wenig hilfreicher Unsinn

Ich verstehe ja jeden ÖVPler, dass er in Wien politisch so das Sagen haben möchte, wie auf der ganzen Welt die Neoliberalen es haben.OK. Darüber hinaus finde ich es wenig hilfreich, dieses Forum zu missbrauchen, um niedriges Politkleingeld zu ergaunern.
Frau Sirvan Ekici ist mit aller Kraft zu unterstützen, in ihrer Tätigkeit zu bestärken und zu unterstützen. Ob sie nun ÖVPlerin ist oder nicht, ist uninteressant.

hexe caracas
15.02.2007 11:22
zuerst gehören die Männer geschult

in dem Moment wo sie einwandern. Ein Ehrenmord in den Einwanderungskreisen würde ich mit Abschiebung der ganzen Sippe (Cousins) bestrafen. Das Morden soll aufhören.

lanko
15.02.2007 18:04
Dann sollte aber bitte

bei jedem Mord in Österreich die gesamte Verwandtschaft zur Rechenschaft gezogen werden. Bei Ehrenmorden "alle abschieben", bei Österreichern MamaPapaOmaOpaTanteOnkel einsperren (g'hean olle eingspeat!). Schließlich muss auch hier "das Morden aufhören".

Wenn man Ihren Vorschlag auch nur für Sekundenbruchteile logisch weiterspinnt merkt man relativ schnell, was das für ein Blödsinn ist (auch die grünen Stricherln sind intelektuell nur mäßig zufriedenstellend).

Van der Stiege
15.02.2007 17:36
stimmt..

.. guter ansatz. daher bin ich auch für den "fragebogen" und "einbürgerungstest" wie ihn die niederlande haben....

da werden werte & normen der gesellschaft - in der man ja zukünftig leben will - vermittelt.... religion ist nicht gesetzgebung, frau und mann gleich viel wert, abtreibung und homosexualität sind ok, usw. usf.

und dann: akzeptiere (bzw. versuche demgegenüber tolerant zu sein) oder gehe ;-)

pimp jur weiffordenextsentury
15.02.2007 23:01
du bist aber nicht sehr tolerant

schreibst anderen vor was sie zu denken haben

übrigens es gibt genug "echte" österreicherInnen, die homosexualität und abtreibung nicht gerade super finden

Guter Jahrgang 
17.02.2007 14:19

Eben, darum müssen wir intolerante Fanatiker nicht auch noch importieren! Tolerant zu sein heißt jedenfalls nicht, Menschenrechtsverletzungen zu bagatellisieren!

Override Crash
15.02.2007 12:19

Na ja, man kann ja nicht die Verwandtschaft für die Taten eines Gestörten verantwortlich machen (außer bei Mitwisser-/Mittäterschaft). Wenn der Seppi die Mizi killt, würde man auch nicht die ganze Sippe einsperren.

owen breon3
15.02.2007 16:33
ich fürchte nur dass sie das prinzip "ehrenmord" nicht vollständig verstanden haben ..

... ehrenmorde werden von der ganzen familie beschlossen .. um die ehre der familie wieder herzustellen. .. die laut dieser etwas mittelalterlichen ideologie durch unkeusches oder sonstiges miss-verhalten zumeist der tochter ... beschmutzt wurde.

zumeist wird dafür auch noch ein minderjähriger sohn verwendet .. da der ein mindestmass an strafe zu erwarten hat ..

fibiundchillie
15.02.2007 12:57

folgendes kommt vor: der Familienrat entscheidet, dass die ehrlose Tochter umgebracht wird-und dann werden minderjährige Cousins/Brüder losgeschickt, um die Tat auszuführen. Weil: die kriegen Verfahren nach Jugendstrafrecht. In Deutschl. war kürzlich so ein Fall in den Medien. Insofern wär der Wunsch nach "Sippe raus" nachvollziehbar (natürlich nach unserem Rechtssystem inakzeptabel). MFG

Guter Jahrgang 
15.02.2007 17:19

So einfach ist die Sache auch wieder nicht. Für Anstiftung zum Mord gilt im Grunde derselbe Strafrahmen wie für den Mord. Wer also glaubt, er ist besonders "schlau" und lässt jemand anderen für sich morden, der wandert Gott sei Dank auch selber hinter Gitter.

Chien de Pique 
15.02.2007 17:57
Nur dann, wenn man ihm das irgendwie nachweisen kann.

pimp jur weiffordenextsentury
15.02.2007 23:02
warum ihm???

es könnte auch "ihr" sein

Guter Jahrgang 
15.02.2007 18:43

So ist das eben in einem Rechtsstaat.

Franz Woyzecks liebste Erbse
15.02.2007 17:32

Das ist halt nicht immer so einfach beweisbar. Der Minderjährige ist ja kein "Auftragsmörder", dem Geld gegeben wird, sondern ein kleiner Nachwuchspascha, der weiß, wann er das Maul zu halten hat.

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