Lieber Flammentod als Leben in Gewalt und Misshandlung

Redaktion, 01. April 2007 15:00

Afghanische Menschenrechts- Kommission hat erschreckende Fälle von Selbstverbrennung dokumentiert

Kabul - Eine der Frauen verbrannte sich selbst, nachdem ihr Schwiegervater versucht hatte, sie zu vergewaltigen. Eine andere zündete sich an, weil ihre Brüder ihr nicht erlaubten zu heiraten. Eine dritte berichtete vor ihrem Flammentod, ihr Ehemann habe sie täglich geschlagen. Fälle wie diese, die die Afghanische Menschenrechtskommission (AIHRC) gesammelt hat, dokumentieren Erschreckendes: Für einige afghanische Frauen ist das Leben so schwer, dass sie einen schrecklichen und schmerzhaften Tod dem Leben vorziehen.

"Richtig großes Problem in Afghanistan"

Die AIHRC sprach mit rund 800 Afghanen, deren Schwestern, Töchter und Schwiegertöchter sich durch Selbstverbrennung das Leben genommen haben. Sie nahmen sich das Leben, um häuslicher Gewalt, Zwangsheirat oder frauenfeindlichen Sitten zu entfliehen. "Das (Selbstverbrennung) ist ein richtig großes Problem in Afghanistan", sagt Nabila Wafik, die sich für die Hilfsorganisation Medica Mondiale mit dem Thema beschäftigt hat. Ihre Organisation hat Frauen interviewt, die einen Suizidversuch überlebt haben. Viele seien der Meinung, Selbstverbrennung sei ein sicherer Weg sich umzubringen als beispielsweise die Einnahme von Medikamenten. "Sie glauben, sie würden so ganz sicher sterben", sagt Wafik.

90 Opfer

Einige der verzweifelten Frauen ahmen mit ihrer Selbstverbrennung offenbar nach, was sie im Fernsehen gesehen haben. Diese Beiträge verschweigen jedoch häufig, dass die Überlebenden schwer entstellt sind. Berichte aus Herat im Westen des Landes zeigen, dass sich dort im vergangenen Jahr etwa 90 Frauen selbst in Brand gesetzt haben. Mehr als 70 Prozent von ihnen starben - für die schweren Brandverletzungen der Überlebenden kann das mangelhafte Gesundheitssystem Afghanistans nur wenig tun.

Für den AIHRC-Bericht wurden Daten aus fünf afghanischen Provinzen gesammelt. Verlässliche landesweite Statistiken gibt es nicht. Dokumentationen verschiedener Menschenrechtsorganisationen legen jedoch die Vermutung nahe, dass Selbstverbrennung ein landesweites Problem ist, das sich immer weiter ausbreitet. Während vor zwei Jahren in der Provinz Farah 15 Fälle von Selbstverbrennung pro Jahr gemeldet wurden, waren es in den vergangenen sechs Monaten bereits 36. In Kandahar wurden vor zwei Jahren 74 Fälle pro Jahr registriert, allein in den vergangenen sechs Monaten waren es dagegen schon 77.

Verbesserte Datensammlung

Die enorm gestiegene Zahl sei möglicherweise auch auf verbesserte Datensammlung zurückzuführen, sagt Hussein Hasrat, der an der Erstellung des AIHRC-Berichtes beteiligt war. Andererseits vertuschen Familien aus Scham die Selbstverbrennung weiblicher Angehöriger. Zudem werden viele Fälle wegen des lückenhaften afghanischen Gesundheits- und Behördensystems nie offiziell verzeichnet.

"Diese Zahlen sind schockierend und sie sind bezeichnend für das viel weit reichendere Problem der Gewalt gegen Frauen", sagt Caroline Hames vom Entwicklungsfonds der Vereinten Nationen für Frauen (Unifem). Und sie fügt hinzu: "Suizide sind nur eine Konsequenz dieser Gewalt, die für so viele Frauen in Afghanistan tägliche Realität ist."

Keine strafrechtliche Verfolgung

Unter den Taliban durften Frauen in Afghanistan keine Schule besuchen und nicht arbeiten. Doch obwohl es seit ihrem Sturz im Jahr 2001 Fortschritte in Bezug auf die Rechte der Frauen gibt, schätzt Unifem, dass mindestens jede Dritte schon einmal geschlagen, zum Geschlechtsverkehr gezwungen oder anderweitig misshandelt wurde. Die Täter stammen gewöhnlich aus dem Kreis der Familie oder sind den Opfern zumindest bekannt. Strafrechtlich verfolgt wird kaum einer. (APA/AP)

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Roland S.
06.04.2007 13:22
"viel weit reichendere "

Das viel weiter reichende?!

Roland S.
06.04.2007 13:23
viel weitreichendere?

Roland S.
06.04.2007 13:21
Viele seien der Meinung, Selbstverbrennung sei ein sicherer Weg sich umzubringen als beispielsweise die Einnahme von Medikamenten.

Das stimmt wohl auch.

barolo fuslbauer
05.04.2007 23:27
@redaktion

warum spammt der nick morgenland bei diesem thema das ganze forum voll?
hat er den auftrag von der maskulisten-lobby, das forum vollzusudern, um von eigentlichen thema:gewalt gegen frauen abzulenken?

owen breon3
27.04.2007 06:29
gschickt wär eine ignore funktion ;)

ska guevara
16.04.2007 14:02

nicht nur zu _diesem_ thema

nick morgenland
 
11.04.2007 22:52

postings, die reich an schimpfworten und herabsetzungen sind, sind beispiele verbaler gewalt.
es ist möglich zu diskutieren, ohne diskussionsteilnehmer(innen) persönlich herabzusetzen. wenn es argumente gibt (zur sache): was spricht dagegen, sie einzusetzen?

ein krieg mit worten ist in der regel die vorstufe zu weiteren gewaltakten. davon haben wir in österreich in den letzten jahren und jahrzehnten schon genug erlebt. polemik ohne argumentation führt nicht weiter. verbale gewalt sollten wir der extremen rechten überlassen (was nicht bedeutet, sie gut zu heißen).

4simo
 
17.04.2007 21:47
nick

es ist aber auch eine form der verbalen gewalt, zu jedem thema, das eigentliche thema ignorierend, die reaktionen der anderen user hier ignorierend, immer wieder die eigenen und nur die eigenen themen zu posten......

nick morgenland
 
18.04.2007 00:20
kurzversion - 1984


was gewalt ist, bestimmen "wir" (die schweigende mehrheit).

4simo
 
18.04.2007 10:02
und wer ist wir?

in dem fall ich und einige andere user
und was sagen wir
auch ihre posting straheln verbale gewalt aus
und was sagenm sie (in 750 zeichen) ?

nick morgenland
 
19.04.2007 09:41
aufklärungsflugzeug - wie ist das gemeint? lasse mich nicht mundtot machen. aus den fehlern der vergangenheit ist zu lernen. es ist lange genug geschwiegen worden. humanismus >>> feminismus & maskulismus (agitprop-typus meine ich)

es nervt, botschaften zu lesen, die das wörtchen "wir" enthalten (ohne das wörtchen "wir" verwendet zu haben): unausgesprochene majestätische mehrzahl.

ist es bereits gewalt, gegen faschistoide methoden (alltagsfaschismus laut volkshochschule) zu protestieren? bestimmte pressure groups toben sich aus, zeichnen kilometerlange rote balken. das widerspricht meinem verständnis - von wirklichen diskussionen.

in welcher weise verbreite ich gewaltbotschaften und in welcher häufigkeit?

das ist ja unglaublich:

100 x pro werde ich "angeschüttet". wenn ich mich engagiere, bemühe, sorgfältig zu formulieren und sachlich zu bleiben, gewaltbotschaften vermeidend, unter verzicht auf verletzende untergriffe, aber nicht ganz ohne emotion: das ist gewalt?

4simo
 
19.04.2007 12:38
ich versuchs nochmal

meine antwort und meine verwendung des wortes *wir* war eine replik auf das von Ihnen verwendete *wir*, bedeutet nicht mehr, dass es sich um keine einzelwahrnehmung meiner person handelt, sondern dass anscheinend auch andere user diese empfindung haben.... nur um eine reduzierung auf mich zu verhindern....
es geht mir nicht um ihre diskussionspunkte, sondern das überfallsartige stakatto von einem posting nach dem andern, oft mit wenig bezugnahme auf meine argumente..... das ist kein dialog, das ist reinstes monologisieren....
Sie werden hier nicht angeschüttet, Sie bekommen ein feed back, das passiert in foren....
es geht nicht gegen Ihr engagement selber... es kommt nur besser an, wenn es ein wenig schaumgebremst ankommt...

nick morgenland
 
19.04.2007 15:30
ich engagiere mich derzeit in zwei bis drei foren (es gibt hunderte davon). entsprechend der verfassung besteht in österreich das recht auf meinungsfreiheit. wie man sieht: es ist möglich bzw. es wird versucht, dieses recht zu untergraben.


es interessiert mich herauszufinden, ob es argumente gibt, die ich noch nicht kenne. ich mache dies nicht zu meiner unterhaltung, ich will etwas herausfinden (über mich und die welt). auch wenn man mit der lupe sucht, wird man dabei (bei meinen beiträgen) nichts finden, was etwas mit persönlichen angriffen, beleidigungen, herabsetzungen zu tun hat. 1 oder 2 posterinnen sehen das anders (ohne mir konkret zu erzählen, wie sie g). vergnügen ist es keines für mich: solche botschaften zu erhalten (diffamierungen - im klartext). bekanntlich bleibt immer etwas hängen. und das stört (auch unter dem vorzeichen der anonymität - menschen sind verletzlich und verletzbar). der ruf ist rasch zerstört. es ist schwer sich gegen verleumdungen zu wehren.

4simo
 
20.04.2007 23:02
Sie verstehen mich wirklich nicht?

wenn Sie andere argumente HÖREN wollen, dürfen sie nicht nur plappern, sondenr müssen eben auch ZUHÖREN....
Sie treten aber hier mit einer vehemenz auf, die nicht zu den themen passt..... das hat nichts mit Ihrer Einstellunge/ Meinung zu tun, nur mit den verwendeten Formulierungen, mit der auswahl der foren, für Ihre texte, mit der zahl der postings..

teilweise schreiben Sie 4 manchmal mehr antworten zu einem posting.... ich schreib eine antwort, retour kommen 4, alle ähnlich mit variation, dann schreib ich retour, für jede antwort kommen 2,3 vier retour...
oft sind ihre antworten ohne zusammenhang zum posting auf das Sie zu antworten meinen...

das sind unarten... und wie gesagt verbale gewalt! ohne beschimpfung, aber sie reicht!

nick morgenland
 
21.04.2007 23:44
es geht um klarheit, nicht um verbale gewalt. anspielungen, polemiken führen in der regel zu missverständnissen und zu neuen vorurteilen, eskalationsprozessen. ist das nicht ein allgemeines probleme, die unschärfe?

ein bild mit vier pixel information oder ein bild mit 256 pixel (als gleichnis). versuche, dinge klarer zu machen, frei von beschimpfungen oder unterstellungen: sinnvoll (haben nichts mit gewalt zu tun).
macht haben leute, die themen vorgeben können.
das kann ich nicht. ich äußere mich themen, die mich bewegen. mir ist klar geworden, es ist schwierig (wenn der hintergrund verschieden ist, die erfahrungen, die sozialisation, es auch vorurteile gibt): ein minimum an verständnis zu erreichen (manchmal nicht das geringste). ein wunder, kein wunder? ich versuche mich klar auszudrücken, unmissverständlich: das braucht platz (nach meinem verständnis), ist nicht bös' gemeint. es gibt so viele missverständnisse, so viele ängste: resultat oft gewalt.

nick morgenland
 
19.04.2007 15:38
eigendynamik

ohne mir konkret zu erzählen wie sie g...

ein textfehler:

g steht für gewalt. ich möchte erfahren, um welche definition der gewalt es geht. wenn behauptungen aufgestellt werden, die verletzend sind, die schaden anrichten (individuell und politsch), ist es gestattet, die dinge ins rechte licht zu rücken (zu analysieren, klar zu stellen).

wer irgendwann einmal im leben schaden erlitten hat, weil gerüchte ausgestreut worden sind (wem ist das nicht passiert), die zu schmerzlichen konsequenzen geführt haben, wird verstehen, was ich meine.

ein paar worte genügen, um schaden anzurichten (individuell oder politisch). wer den schaden beheben (rufschädigung, rufmord, generalisierung, übertreibung, erfindung) will: braucht mehr als ein paar worte.

nick morgenland
 
17.04.2007 23:47
wer hat angst vor virginia wolfe? die frage stellt sich. niemand ist gezwungen, texte zu lesen. wie meinen sie das mit der verbalen gewalt? die einen bestimmen die themen, die anderen dürfen diskutieren. was spricht dagegen,eigene meinungen zu haben?


sie versuchen das zu tun, was viele versuchen: "user", menschen gefällt mir besser, in eine defensivrolle zu drängen, wenn die gefahr besteht, das sie das eigene weltbild in frage stellen ("die welt gehört der frau" - männer sind eine gefahr - grob vereinfacht, ich weiß schon).
als emanzipierter mensch (und mann) erlaube ich mir, zu differenzieren, ungenehm und unangenehm zu sein: ich weiß. sie streben eine art von richteramt an: zu bestimmen, was ein "guter" beitrag ist oder ein "übler", ich spüre förmlich das "wir" (wenn sie von den reaktionen der anderen user sprechen, die anderen user vor mir in schutz nehmend, jene, die so viel arbeit haben mit den roten streifen).

die roten streifen, die sie sehen, enthalten hexachlorophen.

nick morgenland
 
17.04.2007 23:32

mühevoll zur späten stunde, aber ich bemühe mich:
auf ihre gedanken einzugehen.

was heißt das: die reaktionen der anderen user ignorierend? soll es eine einheitsmeinung geben, gibt es eine einheitsmeinung? ich warne vor solidarität (in diesem zusammenhang), vor der harmonisierung: sonst haben wir zustände wie im leserforum der printversion der kronenzeitung (mit eingestreuten kontroversmeinungen). warum immer der bezug auf die anderen (sie sprechen von anderen usern). was zählt? die meinung der anderen oder die meinung, die am besten diskutiert worden ist? warum gibt es so selten wirkliche diskussionen? ist es ein themenverfehlung, über diskussionsstile zu diskutieren? wo sonst sollte das diskutiert werden. neudefinition verbaler gewalt?

4simo
 
18.04.2007 09:58
ich antworte nur auf dieses eine posting...

nein es ging mir in meiner kritik nicht um eine einheitsmeinung, sondern Ihre art sie den anderen entegenzuschleudern...
eine antwort zieht mindestens 2 - 3 repliken nach sich....
nicht immer direkt zum thema des artikels
gebetmühlenartig
in der lautstärke unangenehm
vorwürfe und bewertungen beinhaltend....

das ist auch eine form der verbalen gewalt... und die antwort *man muß es ja nicht lesen* erscheint mir genauso (wenig) sinnvoll wie *man muß mir ja nicht zuhören*
oft ist weniger mehr, bei Ihnen fast immer...

nick morgenland
 
19.04.2007 09:25
unbeirrbar


was soll ich tun?

tausend verleumdungen, tausend missverständnisse.
das thema ist zu wichtig, um es in der üblichen weise abzuhandeln (auf keine einzige idee einzugehen, einander polemiken entgegen zu schleudern).
elektronische botschaften lassen sich übergehen (auch die meinen). niemand ist gezwungen, sie zu lesen. ist es falsch, darauf hinzuweisen, dass in diesen ein diskussionsstil blüht, wächst und gedeiht, gerade auch jetzt im frühling, der ein symbol ist für den umgang der menschen in der politik:

kein respekt (vor anderen ideen, vor anderen menschen), erst schießen, dann überlegen:
stimmt's?

da wird groß diskutiert, über hass (gegen frauen gerichtet, den gibt es), und wie sieht es im eigenen bereich aus?

bin optimistisch...

:-)

4simo
 
19.04.2007 10:10
was sie tun sollen?

einmal das lesen, das ich ihnen geschrieben habe, sie müssen mich nicht beirren, das sollen sie gar nicht... realisieren Sie doch einfach, wie sie zumindest tw in dieser gruppe wahrgenommen werden...

wer so auftritt wie Sie es tun, tritt verbal gewalttätig auf.... also mäßigen Sie sich und treten in den dialog mit den anderen, indem sie auch wahrnzunehmen bereit sind, was der andere an erfahrungen in diesem bereich hat....mehr sag ich nichts... kein wort gegen den inhalt(das ist ein anderes diskussionswertes thema), aber viele gegen ihren stil!

nick morgenland
 
19.04.2007 14:47

kann es sein, dass sie die dame sind, die im sommer im gleichen zimmer des akh gelegen ist, wie meine mutter?

4simo
 
19.04.2007 14:57
nein das kann nicht sein

da ich letzten sommer nicht im akh gelegen bin (wie alle anderen sommer davor auch nicht....)


was bezwecken Sie mit dieser Frage?

nick morgenland
 
19.04.2007 15:21
berufliche probleme - internet bedingt - höchst wahrscheinlich = passt gut zum thema dieses threads - habe heute oder gestern ein bemerkenswertes posting erhalten


das freut mich (nicht im akh gewesen).

heute hat jemand angerufen (eine dame, die ich im vergangenen jahr im akh gesehen habe; berufsbedingt ist sie mir bereits bekannt gewesen; im akh haben wir freundliche gespräche geführt). sie ist nicht unintelligent, das muss man einräumen, neigt aber zu periodischen stimmungsschwankungen (mit entsprechenden konsequenzen). damit kein falscher eindruck entsteht: die abteilung ist eine chirurgische gewesen.
da ich sie seither nicht mehr wieder gesehen habe (zumindest nicht bewusst; es auch keine telefonate gegeben hat), stellt sich die frage, warum sie acht monate später einen anruf macht. das problem ist: sie hat nicht mich angerufen sondern meinen früheren chef.

liebeskummer?

4simo
 
20.04.2007 22:56
und was wollen Sie mir damit unterstellen?

sie ist nicht unintelligent, das muss man einräumen, neigt aber zu periodischen stimmungsschwankungen (mit entsprechenden konsequenzen
----------------------------------
????????????
und was interessiert mich (speziell in diesem gespräch) der von ihnen vermutete liebeskummer dieser dame????
irgendwie überhaupt nicht......

Sie weichen aus....

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