Computerkompetenz der Europäerinnen unter der Lupe

von Redaktion  |  28. April 2007, 12:00
  • Artikelbild: Nach wie vor verfügen Männer über bessere PC-Kenntnisse als Frauen. Zocken und Downloads von Software sind ihre Domäne. - Foto: APA/AP/Joerg Sarbach
    Nach wie vor verfügen Männer über bessere PC-Kenntnisse als Frauen. Zocken und Downloads von Software sind ihre Domäne.

Deutsche und skandinavische Frauen sind PC-Expertinnen, Österreicherinnen unter den Top 10 - Bestimmte Bereiche nach wie vor Männerdomänen

Berlin - Frauen aus Skandinavien und Deutschland sind die PC-Expertinnen der EU. Während 64 Prozent aller dänischen Frauen über mittlere bis gute Computer-Kenntnisse verfügen, liegt dieser Wert in Deutschland immer noch bei 51 Prozent. Damit belegt Deutschland in einer EU-weiten Studie den vierten Platz. Österreich kann mit dem Nachbarland mit 47 Prozent nicht ganz mithalten, landet aber immer noch unter den Top 10. Das hat der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) diese Woche in Berlin bekanntgegeben. Als Grundlage für die Angaben diente eine Auswertung von Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat.

Männer nach wie vor bessere PC-Kenner

"Unabhängig von der geografischen Lage zeigt sich allerdings, dass Männer in fast jedem EU-Land beim Computer-Wissen immer noch die Nase vorn haben", meint BITKOM-Sprecher Stephan Kahl. So besitzen in Deutschland mittlerweile 65 Prozent aller Männer mittlere bis gute PC-Kenntnisse - ein Vorsprung gegenüber Frauen von 14 Prozentpunkten. "Gerade in Deutschland haben wir traditionell Probleme, junge Frauen für neue Technologien zu begeistern. Gute PC-Kenntnisse sind jedoch eine wichtige Voraussetzung, um sie stärker für die Studiengänge und Ausbildungsberufe der Hightech-Branche zu interessieren", sagt auch Jörg Menno Harms, Vizepräsident des BITKOM.

Unterschiedliche Nutzung

Auch bei der Nutzung des Computers zeigt die Studie einige Unterschiede auf. Während jeder zweite deutsche Mann sich Software aus dem Internet herunterlädt, tut dies aber nur jede fünfte deutsche Frau. Und auch bei den Online-Spielen machen etwa doppelt so viele Männer von dieser Freizeitaktivität Gebrauch. Einigkeit herrscht hingegen beim Online-Shopping. Hier ist der Anteil der User und Userinnen mit 67 und 55 Prozent ähnlich hoch.

"Zum Teil ist das fehlende Interesse auch auf das fehlende Angebot zurückzuführen. Die Computerspiele-Branche etwa war traditionell auf männliche Käufer zugeschnitten, beginnt nun aber auch Frauen und junge Mädchen als Zielgruppe zu entdecken", so Kahl. Darüber hinaus spiele geschlechterunabhängig auch die ITK-Affinität des jeweiligen Landes eine wichtige Rolle. Die Spitzenwerte in den skandinavischen Ländern führt Kahl folglich auf den hohen Stellenwert zurück, den ITK in allen Bereichen der Gesellschaft dort genieße. (pte)

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BITKOM
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Elisabeth Jarok
17.05.2007 14:17

wurde für die studie getestet, also pc-wissen abgefragt, oder nur die selbsteinschätzung gefragt?
weil männer sind oft unbescheiden, was ihre eigenen qualitäten betrifft.

missmisery 
28.04.2007 23:20
hihi

wie abstrus kann man statistiken "auswerten"?

bei 65 zu 51 Prozent gibt es "ein[en] Vorsprung von 14 Prozentpunkten".
bei 67 zu 55 Prozent ist "der Anteil [...] ähnlich hoch"

yomellamo 
29.04.2007 11:57
wahrlich ein seltsames verständnis von "ähnlich hoch"

oder aber der statistische Fehler ist so riesig, dass der Unterschied zw. 67% und 55% nicht signifikant ist ;-)

Nusknacker
28.04.2007 13:02
Soll das wirklich ernst gemeint sein ?

Was sind das für merkwürdige Studien ? Frauen haben also nicht so hohe PC-Kenntnisse als Männer.

Als Ursache wird "zum Teil das fehlende Angebot genannt, denn die Computerspiele sind traditionell auf männliche Käufer zugenschnitten".

So stellt man sich die Frage, welche PC-Kenntnisse jene haben, die derartige Studien machen.

Vielleicht liegt die Ursache darin, dass die Frauen durch die Haushaltstätigkeit nicht so viel Zeit für PC-Tätigkeiten haben als Männer.

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