Das "älteste Gewerbe" ist in Österreich keines

"Kein Allheilmittel": Frauenstadträtin Frauenberger über ein SP-"Positionspapier" zur rechtlichen Absicherung

Wien - Grundsätzlich könne man "Verkehr mit Schutz vorschreiben, wenn Prostitution arbeitsrechtlich abgesichert oder ein Gewerbe wäre", bestätigt Wiens Frauenstadträtin Sandra Frauenberger (SP) im Standard-Gespräch. Gleichzeitig weiß sie aber, dass dies kein Allheilmittel sei: "Das könnte auch dazu führen, dass halt mehr gezahlt wird, damit sie es trotzdem ohne Schutz macht." Und wenn Strafen drohen, sei das zwar grundsätzlich abschreckend, "aber vom Gewaltschutz für Frauen wissen wir auch: Je geringer die Gefahr ist, erwischt zu werden, desto geringer ist der Abschreckungseffekt."

Derzeit wird SP-intern diskutiert, wie die sozial- und arbeitsrechtliche Situation von Prostituierten verbessert werden könnte. Die Wiener Grünen hatten bereits gefordert, "Sexarbeit" als legales Gewerbe zu etablieren. Die jüngste Initiative kam diesen März von der Wiener ÖVP, die eine "Legalisierung" und eindeutige "rechtsstaatliche Regelung" von Prostitution forderte.

Kein Dienstverhältnis nach Höchstgerichts-Entscheid

Seitens der SPÖ sei bereits ein "Positionspapier" beschlossen worden, wie Frauenberger erläutert, das folgende Forderungen enthält: Die "Sittenwidrigkeit" solle aufgehoben werden - denn im Jahr 1989 gab es einen Höchstgerichts-Entscheid, wonach "Verträge, die sexuelle Dienstleistungen gegen Entgelt zum Inhalt haben" sittenwidrig seien. Die Folge: Prostituierte können kein Dienstverhältnis eingehen - und auch keine Honorare einklagen, die ihnen verweigert wurden. Weiters soll eine Studie klären, wie die rechtliche Absicherung von "freiwilligen Sexarbeiterinnen" besser abgesichert werden kann - als Gewerbe oder über "Dienstnehmerinnen-ähnliche Verträge".

In Deutschland können Prostituierte bereits Dienstverträge abschließen, "aber das wird nur sehr selten angenommen", weiß Frauenberger. "Kündigungsschutz und fixe Arbeitszeiten - welcher Bordellbesitzer macht so etwas?"

Missstände beseitigen

Ein wichtiger Punkt im SP-Positionspapier: Der Missstand soll aufgehoben werden, dass etwa Asylwerberinnen keinen Zugang zum Arbeitsmarkt haben und sie so in vielen Fällen regelrecht in die Prostitution getrieben werden.

Eine weitere Forderung im SP-Papier: "Die Kunden müssen sich vergewissern, dass die Sexarbeiterin ihrer Tätigkeit freiwillig und nicht illegal nachgeht und/oder minderjährig ist." Wobei Frauenberger bewusst ist, dass dies nur sehr schwer in der Praxis umgesetzt werden kann. (frei/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 25.5. 2007)

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ich habe die sendung leider verpasst. danke für den link - es ist immer...

...interessant zu sehen, wie weit die realität betroffener von der theorie besserwissender 'experten' entfernt ist.

gibts eigentlich auch einen sachlich gerechtfertigten grund zum verbot dieser dienstleistung ausser "ich persönlich mag sie nicht"?

@redaktion: bitte checkts auch hier den offensichtlichen bewertungsmissbrauch

Ihre Probleme möcht ich haben. Ihnen muss unheimlich fad sein wenn sie von ihren Postings die Stricherl abzählen.

bezeichnend daß Sie sich _keine_ gedanken über die _fadesse_ der bewertungsmissbraucher machen. posterInnen wie scorpio rising u.a. _argumentieren_, während hobbybewerter ihrem _ennui_ durch fließbandartiges striche verteilen _ausdruck_ verleihen. 30 bis 40 nicks sind in diesem forum nicht zu finden. zu bedauerlich daß die fleißigen stricheverteiler kein anderes _ventil_ für ihre sicherlich _geistreichen_ gedanken finden. aber man darf gespannt sein _wann_ neben _freiercardfälscher_ noch andere user ihren bislang unbekannten nick im forum _präsentieren_

schon mal drauf gekommen wie lächerlich sie sich machen wenn sie sich über diesen schwa_chs|nn beschweren?

werden Sie _nervös_?

im anbetracht ihrer hysterischen ausführungen über die wichtigkeit von rotgrünen stricherl ist umgehend die frage an sie zu stellen.

_hysterisch_ sind einzig Ihre _postings_

den ausdruck verwenden Sie heute übrigens _inflationär_ gibt das troll-dictionnary nicht mehr her?

ach ja

wenn die red. schon beim checken ist: zwei meiner postings sind wieder mal nicht erschienen, zufällig (?)beide an sie, fr. scorpio.
in einem fragte ich sie, ob sie maischberger letzten dienstag gesehen haben, im anderen bezweifelte ich, daß ein hamburger kieberer letztgültige erkenntnisse betreffend prostitution über hamburg hinaus hat und bemerkte zusätzlich, daß ein polizist eine einseitige meinung haben könnte, weil ja seine klientel nicht repräsentativ ist.

ob jemand, ev. sogar ich selbst, kiloweise rote stricherl bekommt, ist mir hingegen blunzenwurscht.
abendliche grüße aus wien.

entgegnung

1.auch in Ihrem posting erkenne ich eine typische strategie: alles was nicht in den kram passt (detlef ubbens aussagen) muss abqualifiziert werden. Sie glauben also dass herr ubben über hamburg hinaus keine kenntnisse, keine kontakte und erfahrungsberichte zum thema prostitution vorzuweisen hat? der chef des hamburger kommissariats menschenhandel soll Ihrer meinung nach also keine wissen haben über prostitution sobald sie sich außerhalb der grenzen hamburgs abspielt. sehr unwahrscheinlich. die polizei arbeitet international-bei menschenhandel erst recht- und daher ist anzunehmen dass herr ubben nicht nur über die zustände in hamburg bescheid weiss, sondern zumindest deutschland- bzw europaweit.

nicht abqualifiziert

aber relativiert.
1) ich verfolge hier keine großartige strategie, beruhigen sie sich.
2) ich habe nirgends behauptet, dieser hr. ubben hätte keine ahnung sondern lediglich, daß sein horizont kraft seiner berufsdefinition sich anscheinend auf nur eine stadt beschränkt. wahrscheinlich gibt es einen ihm übergeordneten beamten, der für ganz deutschland zuständig ist. was der zu sagen hat, wäre interessanter und aussagekräftiger, nehme ich an.
3) was bei hr. ubben eventuell angenommen werden kann oder auch nicht ist mir wurscht, ich halte mich lieber an fakten. und zwar fakten, die nicht nur für eine satdt gelten.

1. selbst wenn es ein übergeordneter beamter,der für ganz deutschland zuständig ist, wäre, würden Sie es wahrscheinlich anzweifeln.

2. herr ubben muss sogar sehr viel ahnung haben, auch über hamburg hinausreichend. glauben Sie er kommuniziert nicht mit polizisten außerhalb hamburgs,deutschlands? nur so kann die weltweite zusammenarbeit auf dem gebiet des menschenhandels funktionieren. durch austausch an wissen, informationen und daten. daher sind detlef ubbens aussagen absolut als glaubwürdig und unaufgeregt zu bewerten

3. herr ubben präsentiert auch fakten. oder worauf basieren die erkenntnisse seiner langen polizeiarbeit? nur zu dumm dass er nicht als radikalfeminist abqualifiziert werden. d.ungeschönte blick e.polizisten auf d.thema

1) nein, würde ich nicht.
2) möglich. aber "möglich" allein ist mir zu wenig. wozu rätseln, wieso nicht besser gleich die fakten betreffend gesamtdeutschland heranziehen?
3) vielleicht ist in hamburg alles anders als im rest deutschlands. wäre auch möglich und sogar naheliegend. in hamburg ist zumindest vieles anders als in münchen.
überhaupt ist die meinung eines einzelnen polizisten nicht das evangelium. sehr erhellend hierzu die maischberger-sendung, wo einem polizisten mit ähnlichen ansichten von 3 prostituierten heftigst widersprochen wurde.

diese prostituierten haben wohl auch nur eine meinung vertreten. woher wissen Sie ob die prostituierten über ihren arbeitsbereich hinaus die verhältnisse in ganz deutschland beurteilen können? vertreter einer staatlichen behörde die verbrechen bekämpft,schenken Sie doch nicht weniger gehör und vertrauen? woher wissen Sie ob die prostituierten "unabhängig" sind? wissen Sie genaueres?denen glauben Sie also wenn sie was erzählen, herr ubben zb aber zweifeln Sie an? was soll daran erhellend sein? polizisten die tagein und tagaus mit menschenhandel und zuhältern konfrontiert sind, die definitiv mehr einsicht in das ausmaß der prostitution und ihre "schattenseiten" haben, sind wirklich weniger glaubwürdig?

wie soll ich

die beantwortung so vieler fragen in diesen kleinen kasten hier quetschen?
was die prostituierten in dieser - übrigens immer sehr niveauvollen - sendung gemeint haben, ist ebenso wenig letztgültig wie das, was ein einzelner polizist aus seiner stadt berichtet. und die damen haben nicht bloß ihre meinung dargelegt, sondern aus ihrem täglichen leben berichtet. was aber erhellend war, war, daß es zu dem, was der polizist meinte, auch gut begründete gegenpositionen gibt und zwar von leuten, die nicht weniger einblick in das milieu haben als er selbst.
das ist alles.
bis zur verfügbarkeit gesicherter daten wird diese diskussion leider ein glaubenskrieg bleiben.

SIE scheinen sich jedenfalls bei dem Thema nicht auszukennen bzw spulen Sie Ihre Leier bei jedem Artikel von vorne ab.

Bei der Maischberger-Diskussion hatten jedenfalls nur zwei Teilnehmer sinnvolle und die Realität abbildende Beiträge zu liefern: der Herr Gerhardinger, obwohl es sympathischere Menschen gibt, und die junge Professionelle. Von der könnten Sie noch viel lernen!

Und bitte fürchten Sie sich doch nicht vor roten Stricherln! Wer das tut, hat schon verloren!

wie _sinnvoll_ Ihre beiträge zum thema AIDS sind

sieht man gerade auf derStandard.at

zum thema aids

sehr interessant das aktuelle profil. tenor: aids ist über weite strecken eine künstlich gepushte hysterie, die auf falschen zahlen beruht.

ha!

endlich eine, die das auch gesehen hat. oder die es wenigstens zugibt. ;o)

wieso

die bewertungen passen doch prima zu den postings

tun sie nicht. der bewertungsmissbrauch ist auch anderen userInnen aufgefallen

geh bitte, wie kann man sich denn so aufregen, finden sie sich damit ab, dass sie nich immer allen gefallen können.

meinungsmanipulation geht die redaktion sehr viel an. ich kann scorpio risings aussagen bestätigen. binnen minuten wurden postings mit roten und grünen blumen überhäuft.

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