Oberösterreich: Politikerfrauen bei Staatsbesuchen unerwünscht

von Redaktion  |  14. Juni 2007, 11:15
  • Artikelbild: Ludmilla Putina in der Spanischen Hofreitschule: Ein Damenprogramm soll es nach der Grünen Eisenriegler künftig nicht mehr geben. - Fptp: APA/Hans Klaus Techt
    Ludmilla Putina in der Spanischen Hofreitschule: Ein Damenprogramm soll es nach der Grünen Eisenriegler künftig nicht mehr geben.

Dritte Landtagspräsidentin Eisenriegler gegen mitreisende Gattinnen - Spezial-Programm solle ersatzlos gestrichen werden

Oberösterreichs dritte Landtagspräsidentin Doris Eisenriegler von den Grünen lässt mit einer Forderung anlässlich des am Donnerstag beendeten Staatsbesuchs von Russlands Präsident Putin in Österreich aufhorchen. Nicht er selbst ist im Visier, sondern seine Gattin Ludmilla, stellvertretend für sämtliche mitreisende Politikerfrauen. Selbige sollen daheim bleiben, das so genannte Gattinnen-Programm bei Staatsbesuchen solle ersatzlos gestrichen werden, fordert Eisenriegler laut eines Berichts auf "Life Radio".

Begründung

Die Gattinnen dienten nur dem Aufputz, was einem Frauenbild längst vergangener Zeiten entspräche. Eisenriegler betonte, dass es bei einem Rollentausch, Sie staatstragend, Er Mitbringsel, ebenso seltsam wirken würde, würde Er ein Sightseeing-Programm absolvieren. Eisenriegler forderte konsequent auch das Fernbleiben der Ehemänner weiblicher Staatsoberhäupter. (red)

Link

Lesen Sie mehr unter Life Radio
weitersagen:
drucken
Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 42
1 2
Frau98
29.05.2007 14:48
ich bin schon für sparsamkeit usw.

aber das ein Staatsoberhaupt mitsamt LebenspartnrIn eingeladen wird ist für mich ehrlich gesagt eine Frage der Höflichkeit! Genauso wie es eine Frage der Höflichkeit ist wenn man als Privatperson jemanden zur Hochzeit einlädt und diese Einladung selbstverständlich auf den Lebenspartner ausdehnt. Nebenbei muss man schon sagen das die Publisity die durch so ein Besichtigungsprogramm ausgestrahlt wird auch nicht zu verachten ist.

Wo ich eher Einsparungspotential sehe ist bei der Öffentlichkeitsarbeit div. Bundesministerien usw.

Georg Schütt 
29.05.2007 13:23
Frauen von Politikern sollten daheim bleiben, forderte die Grüne.

Und wie ist es bei:
Frauen von Ingenieuren, Lehrern, Feuerwehrleuten, Kranführern, ...


Ich liebe solche Selbsttore! (Oder Törinnen!)

Peterk K
26.05.2007 14:52
Alles nur eine Frage der Perspektive

Man kann ja alles nur durch die Diskriminierungsbrille sehen (wollen), aber vielleicht sollte man die Frage des "Damenprogramms", das natürlich auch einen Ehemann einer Bundeskanzlerin betreffen kann, auch aus der Perspektive sehen, daß ein Staatsbesuch heute zeitlich knapp bemessen ist (dauerten früher oft länger) und meist nur mit (wirtschafts-)politischen Themen gefüllt ist. Der Kultur eines Landes wird daher zumindest durch die/den PartnerIn Referenz erwiesen. Dieser Bereich eignet sich zudem ja auch viel mehr für Fotografen bzw. für die Publizität und die Kosten dafür sind wohl auch nicht höher als für sonstige touristische Werbemaßnahmen. Jedenfalls ist es nicht nur ein Zeitvertreibsprogramm für den nicht offiziell agierenden Partner.

==McMurphy== 
26.05.2007 14:30
begleiterscheinung eisenriegler


wenn die wilheringerin das nächste mal als gemeinderätin von ihrer partnergemeinde eingeladen wird und im einladungsschreiben steht:

"sie sind wilkommen, aber lassen`s ihre drei kinder daheim."

möchte ich ihre reaktion nicht wissen.

was für ein unfug von einer der grünen, die parlamentarischer aufputz sind.

"schuster bleib bei deinen robbenbabies."

an kog 
26.05.2007 13:28
Wenn der Bil Clinton dereinst bei uns kein Gattinnenprogamm bekommt,


macht er sich selber eins und die GrünInnen jammern dann auch wieder weil er als Mann einfach macht was er will, während die Gattinnen zuhause am Herd bleiben wie die GrünInnen das möchten.

Und jetzt ganz im Ernst: Wenn der österreichische Staat jemanden einlädt, wird die Begleitung gefälligst auch eingeladen. Hier wird von niemandem verlangt alleine in seinem Bettchen zu schlafen. Solche lustfeindlichen HungerleiderInnen sind wir denn nun wohl auch wieder nicht!


Dante Alighieri
26.05.2007 12:24

Gut so. Ist nämlich eine gewaltige Geldverschwendung und Unnötigkeit. Politiker verdienen ohnehin genug dass sie, wenn sie wollen, ihren Partner auf eigene Kosten mitnehmen können.

==McMurphy== 
26.05.2007 14:54


d.h., wenn die queen anrauscht teilt man ihr mit, das sie ihren prinzen daheim lassen soll; ihr wird van der bellen für den besuchszeitraum z. verfügung gestellt?!

an kog 
26.05.2007 16:55

Interessante Idee, das mit dem Van der Bellen.

Allerdings würde die Queen unter diesen Bedingungen selbstverständlich genausowenig auf Staatsbesuch kommen wie viele andere auch.

Die Wirtschaft, Studentenaustauschprogramme und andere nicht rein nationale Organisationen werden es den GrünInnen danken.

==McMurphy== 
26.05.2007 17:20

die queen ist hundeliebhaberin,
und bellen de hunde beißen nicht;
fragt sich nur, ob hunde die nicht beißen auch mit dem schwanz wedeln könen.

an kog 
26.05.2007 17:59

Bei der Queen, so von Angesicht zu Angesicht, hat noch fast ein jeder gewedelt.

==McMurphy== 
26.05.2007 19:32

to wedel or not to wedel....

erzbengel
26.05.2007 11:39
Ist das der Neid einer Politikerin aus der dritten Reihe?

scorpio rising
26.05.2007 13:03

nein, das ist eine steuergelder sparende maßnahme. daher zu begrüßen

ero
26.05.2007 17:16
Wo im Artikel stand

dass es ums Geld sparen geht?

Grundsätzlich finde ich klassische Damenprogramme auch lächerlich, aber vielleicht könnte man das auch als Grünpolitikerin ein bissl diplomatischer angehen.

Man könnte ja zeitgermäßere Alternativen kreieren und zB Frau Ludmilla statt der Nationalbibliothek die energieautarke Stadt Güssing zeigen. Wenn sie das dem Wladimir erzählte, hätte der sicher eine Freude über so viel Pioniergeist.

Chien de Pique 
26.05.2007 13:38
Wenn für den/die Ehegatten/in eventuell ganze Straßenzüge polizeilich abgeriegelt werden müssen, dann

verkraften wir die Fremdenführerin samt Leibwächter für die Gattin/den Gatten auch noch. Abgesehen davon kann ein kleines Land, das sich mangels anderer politischer Prestigeobjekte immer noch zugute hält, eine Drehscheibe der internationalen Diplomatie und gastfreundlicher Begegnungsort der Weltpolitik zu sein, hochgestellten Personen, die in vielen Fällen sogar darauf bestehen, ihren eigenen Koch und das gewohnte Klopapier und Mineralwasser mitzubringen, nicht gut durch die Blume untersagen, ausgerechnet die Ehefrau/den Ehemann mitzunehmen.
Der weltweite Werbeeffekt, wenn First Lady oder Prinzgemahl, von unzähligen Kameras und Mikrofonen begleitet, ein Museum oder Schloss besichtigen, wiegt die mäßigen Kosten wahrscheinlich auch auf.

Hitecut
26.05.2007 10:33
wenn die frau die politikerin ist

nimmt dann ihr mann am frauenprogramm teil? wenn ja, sollte man sich bei der wachsenden anzahl an politikerinnen wohl auch mal ein entsprechendes programm für ihre ehemänner überlegen, gleichberechtigung gibts auch andersrum ;-)

Tethys
29.05.2007 11:04

Fragen Sie doch bei Joachim Sauer nach. Da gab es dieses berühmte Bild, auf dem er beim "Damenprogramm" (ich glaube anlässlich des 50. Jahrestages der Römischen Verträge) in Berlin zu sehen war - als einziger Mann in der Runde, seine Frau hatte zu arbeiten :-)))))) Mittlerweile nimmt er es gelassen. Ein Vorbild für andere? Ich hoffe es!

*-*
26.05.2007 09:57
bei aller Sympathie für die Grünen, aber haben wir nicht wichtiger Probleme?

oder ist Frau Eisenriegler langweilig?

Walter Tiefentaler
26.05.2007 09:03
ein staatsgast...

...ist ein staats-gast. oesterreich sollte sich bei so wichtigem besuch als gastfreundliche nation nach den wuenschen der besucher richten. es geht ja um handfeste wirtschaftsinteressen und die gattinnen sind durchaus wichtige meinungsbildner. aber wenn frau eisenriegler diese praxis ablehnt kann sie ja bei ihren staatsbesuchen ihren mann zuhause lassen.

Wolfrider
26.05.2007 13:26

sie ist nicht wichtig genug dass sie irgendwelche offiziellen Besuche absolvieren kann, das ist ja genau ihr Problem, deswegen gönnt sie auch anderen Frauen nicht, dass sie in der Politik wichtig genommen werden.

oblomow II
26.05.2007 08:52
die schwarzgrünen in o.ö.

...



(dazu fällt mir wirklich nix mehr ein)

MarioV 
26.05.2007 06:09

Ja, ja der gute alte "Größenwahn"
Wird sie das der Ludmilla selbst sagen: "Hearst bleib daham und putz die Wohnung, für das Wohl Deines Alten sorgen schon unsere Begleitagenturen."

nochwer 
26.05.2007 01:09

ich finde, daß das eine persönliche Angelegenheit der Staatsoberhäupter ist, ob sie ihre Ehepartner mitbringen wollen. Menschlich gesehen ist es für ein Ehepaar ein schwieriges Problem, wie 2 meist sehr unterschiedliche Menschen in so einer Situation zusammen leben können.

Herr Franz, Kellner iR
26.05.2007 00:32
die grünen

nehmen immer mehr eine schreckliche entwicklung: sie machen sich unparodierbar.
ich meine, wie will man diese realsatire übertreffen?

Chien de Pique 
26.05.2007 01:55
Ich habe mich (nach dem unsäglichen gestrigen ZiB-Auftritt

der studentisch-grünen "Benita!"-Truppe) auch wieder einmal fragen müssen, warum die Partei mit den angeblich klügsten WählerInnen anscheinend die unbedarftesten PolitikerInnen aufweist (oder umgekehrt) - bei SPÖ, BZÖ, FPÖ ist die Korrelation klar und direkt, ja kausal.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 42
1 2

Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.