Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
"Versuche, den natürlichen Kreislauf von Sexualität und Fruchtbarkeit zu durchbrechen, sind so alt wie die Menschheit selbst", erklärt der Gründer des Museums und Gynäkologe Christian Fiala. Gelungen ist dieses Bestreben jedoch erst seit relativ kurzer Zeit. Erst in den 70er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurde es in den Industrieländern tatsächlich möglich, ungewollte Schwangerschaften wirksam zu verhüten oder sicher sowie gesundheitlich ungefährlich abzubrechen. Erfindungen wie Kondom, Spirale, Anti-Baby-Pille und Co sind heute so selbstverständlich, dass dabei das Wissen über das Wesen der Fruchtbarkeit weitgehend verloren gegangen sei, meint Fiala. Denn kaum jemand weiß noch, dass der sogenannte Froschtest vor gar nicht langer Zeit die sicherste Methode zum Schwangerschaftsnachweis dargestellt hat, oder wie die Großeltern verhütet haben, oder dass Frauen unter katastrophalen Bedingungen verzweifelte Abtreibungsversuche mit Stricknadeln und Seifenlaugen unternommen haben und viele von ihnen dabei elend zugrunde gegangen sind. Christian Fiala hat es sich zum Ziel gesetzt, diese teils grauenvollen, teils skurilen Kapitel der Fruchtbarkeit rechtzeitig zu dokumentieren, so lange noch ZeugInnen und Wissen darüber existieren.
Wie es begann
Halbverblutete oder sterbende Frauen hatten den Gynäkologen bei seinem Hilfseinsatz in Afrika die unvorstellbaren Auswirkungen des Abbruchverbotes vor Augen geführt. In einer kleinen Box hatte er begonnen, zu sammeln, was verzweifelte Frauen oder deren HelferInnen für ihre Versuche benutzt hatten: spitze Zweige des Kassawa-Strauches, Äste, Drahtstücke, Plastikschläuche... Dabei sei ihm bewusst geworden, dass auch in den Industrieländern der Zugang zu sicheren Methoden der Verhütung und des Schwangerschaftsabbruchs erst kurze Zeit möglich ist und zugleich "das Wissen über die unerbittliche und - oft rücksichtslose Kraft der Fortpflanzung" sukzessive verloren geht. Als erstes gründete er einen gemeinnützigen Verein, dessen Ziel der Aufbau und Betrieb eines Museums für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch war. Möglichst viele Menschen sollten sich über die Zusammenhänge von Sexualität und Fortpflanzung informieren können und erfahren, wie über Jahrhunderte verzweifelt versucht worden ist, diese natürliche Verbindung aufzubrechen.
Das Museum für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch ist weltweit einzigartig. Obwohl jenseits der Wiener Initiative einige Sammlungen zu Verhütung bestehen, sind diese jedoch entweder unvollständig oder fokussieren um einzelne Aspekte der Thematik. Mit dem Projekt von Christian Fiala ist es gelungen, die historische Entwicklung von den Engelmacherinnen bis zu den aktuellen Forschungen zu neuen Verhütungsmethoden in allen Aspekten - sowohl medizinisch als auch gesellschaftlich und gesetzlich darzustellen.
Aufruf zur Sammelarbeit
Trotz des beträchtlichen Umfangs an Exponaten sucht das Museum weiterhin nach Objekten und Leihgaben: Filme, Plakate, Broschüren, Bücher, Dokumente, Statistiken, Hilfsmittel und Gerätschaften zur Verhütung, zu Schwangerschaftstests und zur Abtreibung. Desweiteren ist auch die Übernahme von Sponsorships für Objekte erwünscht, da das Museum ohne öffentliche Gelder arbeitet. (dabu)
Notfallmittel künftig rezeptfrei für Jugendliche unter 17 Jahren
In einer Sammelklage fordern Frauen Schadenersatz für Schwangerschaft und Kinder
Der World Contraception Day am 26. September will Jugendlichen die Notwendigkeit von Safer Sex bewusst machen
5.700 Klägerinnen in den USA bei denen Blutgerinsel auftraten wurden bisher entschädigt
Kirchliche Arbeitgeber müssen Mitarbeiterinnen keine eigene Krankenversicherung mit Kostenübernahme von Pille und Co. anbieten - Versorgung mit kostenfreier Verhütung auf Versicherungen übertragen
77 Prozent der ÖsterreicherInnen haben in den vergangen zwölf Monaten verhütet - ExpertInnen fordern Verhütungsmittel auf Krankenschein und bessere Aufklärung
Rote erinnern an Problematik der Überbevölkerung und Grüne erneuern Forderung nach Verhütung auf Krankenschein für ÖsterreicherInnen
Verhütung auf Krankenschein: Katholisches Netzwerk will keinen freien Zugang für kirchliche Mitarbeiterinnen egal welcher Konfession
"Historischer" Entscheid: Kassen müssen für Verhütung und weitere Gesundheitsleistungen für Frauen aufkommen
Hormonelles Verhütungsmittel mit knapp 3.000 Nebenwirkungen: Gesundheitsdienst hat bereits 200.000 Pfund an Entschädigungen bezahlt
"Erwartungen sind nicht erfüllt worden": Zu häufig Nebenwirkungen wie Depression und Gewichtszunahme beobachtet
Weder beim Geschlechtsverkehr noch beim Sport darf die Spirale spürbar sein - Einzig das Rückholfädchen kann zu lang sein
Rasch aufeinanderfolgende Schwangerschaften sind ein hohes Gesundheitsrisiko - Die Ärztin Jutta Reisinger engagiert sich für Wissen über Familienplanung
Das Verhüten von Schwangerschaften war bis 1900 verboten, dennoch existierten damals viele skurrile und schädliche Methoden
Ovulations-Ring misst Körperinnentemperatur permanent und ermöglicht darüber präzise Vorhersage fruchtbarer Tage
Die Entwicklung des Intrauterinpessars - Eine Spurensuche des Museums für Verhütung und Schwangerschaftsabbruch
Junge Mutter zeigt sich als Aushängeschild einer Kampagne geläutert: "Glaubt mir, das wäre nicht schön!"
Deutsche Ärztin empfahl vor hundert Jahren Pessare als Verhütungsmittel
Zukünftige Verhütungsmethoden für den Mann werden eine gesellschaftspolitische Debatte auslösen, ist sich Gynmed-Leiter Fiala sicher - und das Vertrauen der Frauen auf die Probe stellen
Sexualberaterin Bettina Weidinger im dieStandard.at- Interview über das Verhütungsverhalten junger Frauen und "alte feministische Argumente"
Verhütung soll nicht länger Frauensache bleiben - Immer mehr Männer möchten Mitverantwortung übernehmen - Doch noch ist die einzig sichere Alternative zur Pille die männliche Sterilisation
Es gibt viel Aufklärungsbedarf zur "Pille danach", sagen ExpertInnen und fordern deren rezeptfreie Abgabe - dieStandard.at recherchierte zum Stand der Dinge
für mich ist Verhütung, Abtreibung oder sich für´s Kind zu entscheiden gleichwertig.
Wenn ich kein Kind möchte dann verhüte ich, wenn die Verhütung versagt, dann bin ich froh darüber die Wahl zu haben mich für´s Kind zu entscheiden oder eben nicht. Alleine die Gewissheit zu haben das ich die Wahl habe beruhigt mich ungemein. Nur weil ich für den legalen Zugang zu Abtreibung bin, heißt das nicht das ich jemals in die Lage kommen werde, eine Abtreibung vornehmen zu lassen.
Notwehr ist natürlich nicht per se eine vorsätzliche Tötungshandlung, auch oder schon gar nicht "für mich".
Sie kann aber eine sein, wenn es darum geht, dass der/die Angreifer/in mich umbringt, wenn ich ihn/sie nicht umbringe.
Ich habe mich nur an den hier üblichen Sprachgebrauch angepaßt. Was beim Abbruch entfernt wird, ist unerwünschtes "Gewebe", ein "Zellhaufen" - und landet im Müll. Und alle sind nachher erleichtert, ganz wie bei jedem anderen medizinischen Eingriff auch. Das kann man natürlich auch anders sehen, und wie Sie offenbar nicht erkannt haben, sehe ich es auch anders. Ironie heißt auf Deutsch: "Anschein von Unwissenheit".
Gott weiss alles, Eris=FranziskaMalestesta usw. weiss alles natürlich viel besser.
Nicht die von ihr so angegriffenen Poster missbrauchen das Forum, sondern sie selber tut das ausschliesslich zu Selbstdarstellung ihres grandiosen Wissenschatzes, sei dieser auch noch so fragwürdig.
..oder legalisierte schwangerschaftsabbruch war ein erfolg des feminismus, der zur freiheit der frau vor ungewollter geburt beitrug. fragwürdig aber notwendig. das war der konsens der siebziger jahre. 30 jahre später (so war es ziel, siehe emma essay 08/1978) sollte mit aufklärung zur verhütung die zahl der abtreibungen dramatisch gesenkt sein. davon kann mitnichten die rede sein, trotz aufklärung und "pille danach" ist die zahl der abtreibungen höher, als damals. da aber die feministische bewegung (das beweisen die feministischen posterinnen hier) inzwischen zur wertekonservativen bisweilen sogar reaktionären bewegung verkommen ist (ähnlich wie viele linke strömungsträger), ist die diskussion über abtreibung leider unmöglich...
mit dem kirchlich-konservative kreise sich gegen initiativen zur sexualaufklärung in schulen gewandt haben. übrigens wurden sehr ähnlich argumente verwendet wie bei der abwehr von flächendeckender kleinkindbetreuung: das gehöre "in die familie", die schule habe dabei nichts zu suchen (im klartext: lasst's uns alein mit den schweinigeleien).
die övp (grosso modo) hat einen teil des von ihnen richtig beschriebenen paktes aufgekündigt (bzw. politisch nichts gegen die vereitelung getan).
dieses Problem globaler zu sehen.
Die Ausgangslage ist bei weitem nicht in jedem Land gleich - siehe Polen, Deutschland und Österreich.
Da gibt es schon ganz gewaltige Unterschiede - sowohl was den Zugang zu Verhütungsmitteln, die wirken, geschweige denn für die Hälfte der Bevölkerung völlig ungefährlich sind, weil sie sie nicht verwendet - bishin zu den gesetzlichen Regelungen....
In dne ersten paar Wochen treibt die Natur oftmals ganz von alleine ab. Manchmal bemerken Frauen nichtmal dass sie schwanger waren. Gott ist der größte Abtreiber von allen.
Und warum bewegt sich die Kindersterblichkeit im Promillebereich. Ein Grund ist, dass Frauen Kinder, die keine Überlebenschance haben wenn sie auf der Welt sind, abtreiben können.
Ginge man davon aus, müssten in Österreich jährlich zehntausende abgetrieben werden weil Missbildungen festgestellt wurden. Davon würde man aber hören und gäbe es dazu medizinische Statistiken.
Auch hier Promillebereich bei medizinisch indizierter Abtreibung.
Ich habe bloss gesagt, dass auch ohne Abtreibung nicht all diese Kinder auf die welt kommen würden. Also nix mit 40000 Abtreibungen wären 40000 pumperlgesunde Kinder gewesen. Es gibt medizinsch begründete Abtreibungen und es die Natur treibt selbst gerne ab.
Und selbst wenn es so wäre, ist es in jedem einzelnen Fall die Sache der Frau, die frei über ihren Körper entscheiden kann.
"Und selbst wenn es so wäre, ist es in jedem einzelnen Fall die Sache der Frau, die frei über ihren Körper entscheiden kann."
Das bleibt Ihnen auch unbenommen. 40.000 in einen Topf mit medizinisch indizierten Abtreibungen zu werfen ist das was 'rübergekommen ist.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.