
"Bester Partner meines Lebens"
Die in New York lebende Japanerin erinnerte anlässlich der Vernissage ihrer frühen Werke in Bremen auch an die Ehe mit dem 1980 ermordeten Beatle John Lennon: "John war der beste Partner meines Lebens. Mit ihm habe ich großartige Aktionen verwirklicht." In der Ausstellung seien jedoch vorwiegend Dinge zu sehen, die lange vor ihrer Begegnung mit Lennon entstanden sind. Neben Texten auf Japanisch und Englisch gibt sie jetzt in Bremen erstmals auch in einer deutscher Übersetzung provozierende Anweisungen zum Umgang mit Kunst. "Benutze dein Blut zum Malen", heißt es auf einem ihrer handschriftlichen Blätter. Ein anderes fordert auf, Löcher in die Leinwand zu bohren, um den Himmel zu sehen oder ein fertiges Gemälde mit einer Zigarette anzuzünden, um die Bewegung des Rauchs zu beobachten.
Liebe und Frieden
"Ich will die Fantasie des Betrachters aktivieren", sagte Ono über diese frühen Werke. Mitten in der Gemäldesammlung eine Etage höher sind drei der 1969 gemeinsam mit Lennon entworfenen Antikriegsplakate platziert, die zu Liebe und Frieden aufrufen und Ono weltberühmt gemacht hatten. In der Bremer Innenstadt hat das Museumsteam darüber hinaus mehr als 1.000 aktuelle Plakate mit der schlichten Aufschrift "Fenster" und den Initialen "y.o." aufgehängt. Die Aktion soll den Blick der BetrachterInnen verändern, hieß es. "Mit meiner Kunst, mit meiner Musik, meinen Filmen habe ich Fenster geöffnet. Wer das nicht akzeptiert, kann das Fenster einfach schließen", sagte Ono dazu.
Keine Angst vorm Altern
Mit ihrer Kunst sei sie vielen Vorurteilen ausgesetzt gewesen, weil sie Asiatin ist, weil sie Frau ist und damals noch zu jung war, um ernst genommen zu werden, erinnert sich Ono weiter. Heute seien ihr viele Frauen dankbar, gerade in Asien. "Ich habe sie von dem Madame-Butterfly-Image befreit. Und die jungen Mädchen haben keine Angst mehr, 70 zu werden, weil sie wissen, dass es nicht so schlimm ist."
Welche Kunstprojekte sie künftig anschieben wird, wollte Ono nicht verraten: "Mein Weg führt durch so etwas wie Wasser oder Luft, es gibt keine festgetretenen Linien. Es passiert einfach etwas: it just happens." (APA/dpa)
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was ist damit gemeint? überhaupt war madame butterfly ja meines wissens nach garkeine asiatin?
wovon hat sie die frauen also befreit?
aber sowieso glaube ich, daß yoko ono in der asiaten welt mangels bekanntheitsgrad nicht viel einfluß auf die bevölkerung dort hat.
sie wohnt ja schon seit ewigkeiten in den usa und ist dort sicher bekannter als in china oder japan.
dort würde man höchstens hören: yoko ono wer? kenn ich nicht.
besonders bei den jungen mädchen - mit denen verbindet sie ja überhaupt nichts. und wieviele jugendliche bei uns nehmen sich schon eine künstlerin als vorbild? ich kenne fast keine....
das werden wir zwangsläufig, wenn wir nicht in jungen jahren sterben.
alt sein dagegen, ist für die meisten frauen (auch für die männer) ein problem.
wenn wir später als ältere menschen geachtet und respektiert werden wollen, dann müssen wir das fundament dafür legen, indem wir heute die alten menschen respektieren und achten, die uns im alltag begegnen. so wie wir heute alte menschen behandeln, werden wir später behandelt werden. wir sollten gegenwärtig auf besonders auf die stimme unserer vitalen, sich immer hörbarer zu wort meldenden seniorinnen hören. von ihnen können wir sehr viel lernen. statt alt zu werden, entwickeln sie sich einfach immer weiter. siehe yoko ono!
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