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Im Mittelpunkt des einwöchigen, stationären Programms steht eine entscheidende Größe, die zuvor - etwa beim Einsatz von Hormonspritzen, beim Herausfinden der befruchtungsfähigen Spermien oder bei der Züchtung von Embryonen im Labor - allzu häufig vernachlässigt wurde: die psychische Situation der Patientinnen und Patienten, ihre Gesamtpersönlichkeit.
Hoher Leidensdruck
"Bei vielen Paaren hat die ungewollte Kinderlosigkeit einen hohen Leidensdruck aufgebaut", erklärte der Leitende Psychologe in der Burg-Klinik, Andreas Schmidt. Oft fühlten sie sich allein gelassen. Sie schwankten zwischen Hoffnung, Verzweiflung und wieder neuer Hoffnung, und durch die selbst aufgebaute Dauerbelastung rücke der Kinderwunsch in immer weitere Entfernung.
Stabilisierung
"Wir wollen keine Alternative, sondern vielmehr eine notwendige Ergänzung zur Reproduktionsmedizin bieten", betont Schmidt. Ziel sei es, dass die Patienten und Patientinnen in der einen Woche des Innehaltens wieder zu sich selber kämen. "Es geht um solche entscheidenden Fragen: Wie kann ich mich bei der bestehenden Belastung stabilisieren? Wie kann ich mich entspannen, wie kann ich den Stress bewältigen, der sowohl im alltäglichen Bereich als auch in den medizinischen Behandlungen auf mich zukommt, und vor allem, wie kann ich bei einem so existenziellen Thema wieder zur ursprünglichen Lockerheit zurückfinden?"
Zahl der Betroffenen steigt
"Ungewollte Kinderlosigkeit ist für etwa jedes siebente Paar in Deutschland ein Thema. In Frankreich nimmt bereits jedes fünfte Paar reproduktionsmedizinische Techniken in Anspruch", so Schmidt. Die Gründe lägen unter anderem auch darin, dass das Durchschnittsalter der Erstgebärenden heute bei 29 Jahren liege; vor 15 bis 20 Jahren sei es fast zehn Jahre früher gewesen. (APA/AP)
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aus meinem bekanntenkreis, nicht repräsentativ, ich weiß: ein paar mit kind,das mittlerweile 9 jahre alt ist, will ein zweites kind. es klappt ewig nicht. daraufhin etliche versuche mit diversen behandlungen. kein erfolg.
nachdem sie sich schwerenb herzens damit abgefunden hatten, eltern eines einzelkindes zu bleiben: boing, ist sie schwanger.
Jedes Jahr werden tausende IVF-Versuche gemacht, Leute leiden wie die Hunde.
Jedes Jahr werden tausende Kinder abgetrieben. Andere Leute leiden wie die Hunde.
Könnte es sein, dass unsere Gesellschaft was falsch macht?
Unbedingt und um jeden Preis ein Kind haben zu wollen halte ich für genauso krankhaft wie auf keinen Fall unter keinen Umständen eines haben zu wollen.
Kinderkriegen sollte wieder mehr als etwas völlig Natürliches und zum Leben dazu Gehöriges gesehen werden.
Ich fürchte, dass auch diese Klinik, welche - erstaunlicher-, ja fast entsetzlicher-weise - im Jahr 2007 die Möglichkeit entdeckt, den psychischen Aspekt auch zu behandeln, daran nichts ändern wird. Denn das Problem ist die Fixierung auf den Wunsch und diejenigen, die damit ihr Geld verdienen, werden aus diesem Grund kaum eine hilfreiche Rolle spielen können. Hingegen ist häufig das Problem gelöst, das Kind gezeugt, wenn die Betroffenen sich anderen Wünschen zuwenden. Allgemeine Persönlichkeitsbildungs-Aktivitäten, Psychotherapie, insbesondere mit Körper-Methoden, d.h. sich von Einungen befreien psychisch und körperlich hilft mehr - und das geht meist erst bei Hintanstellung des Kinderwunsches gegenüber Wichtigerem!
Das Kind ist nicht immer automatisch gezeugt, wenn das psychische Problem gelöst ist, denn es gibt tatsächlich viele Paare, die eine handfeste körperliche Ursache für den fehlenden Nachwuchs haben.
Aber ansonsten geb ich Ihnen Recht. Der unerfüllte Kinderwunsch ist oft die Projektionsfläche für alles, was im Leben nicht paßt, und kann gut zum Gschäftlmachen ausgenutzt werden.
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