"Ich bin ein einsamer Steppenwolf"

Redaktion, 9. August 2007, 10:29
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foto: privatsammlung deutschland
Am 31. Juli 1957 stirbt die Malerin Helene Funke 88-jährig und verarmt in ihrer Wohnung in der Wiener Papagenostraße 1A. Durch ihr zurückgezogenes Leben blieb sie jedoch unbekannt. Ihre Biografie bleibt über weite Strecken ein Rätsel, ihre Werke und persönlichen Unterlagen sind großteils verschollen, verbrannt, vernichtet - so wie die Künstlerin selbst lange in Vergessenheit geraten war.

Erst vor wenigen Jahren begann sich die Kunstwelt wieder für die vielseitige österreichische Künstlerin zu interessieren: "Helene Funke zählte zu den wichtigsten Wegbereiterinnen der Avantgarde, sie war Zeitzeugin vor Ort bei der Entstehung von Fauvismus, Kubismus und Expressionismus", so die Kunsthistorikerin Elisabeth Nowak-Thaller. "Der ausklingende Jugendstil Klimts, der Japonismus, die Fauves, Schiele, Kokoschka und die Secession in Wien, der später folgende Realismus und die Neue Sachlichkeit, sie alle sollten Helene Funke prägen und vielseitige, künstlerische Schwerpunkte ausbilden."

Foto von Helene Funke mit Selbstauslöser, 1913, Terrassenatelier in der Wiener Papagenogasse

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Kampf Hase
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eine Frau/Künstlerin die sich in einer von Männern dominierten Welt ausschließlich mit der weiblichen Seite der Medaille auseinandersetzte..

Andi und Georg
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Wölfe sind Rudeltiere. Ich finde den Vergleich mit einem ausgestossenen Wolf, der einsam herum irrt nicht sehr passend für solche Menschen.
Wenn eine Frau als Künstlerin in der Gesellschaft keine Integration findet, weil sie zu stark von der gängigen Norm abweicht, dann trifft das gar nicht meine Vorstellung vom "steppenwolf".

Michaela Preiner
 
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Die Zeit der wieder-entdeckten Malerinnen

Helene Funke gehört, wie auch Luise v. Motesicky und viele andere dieser Zeit, einer "lost woman generation" an. Oftmals mussten sich die künstlerisch tätigen Frauen hinter Pseudonymen verstecken. Hier gibt es auch unzählige Literatinnen, die dieses "Überlebensmittel" wählten. Es bedurfte mehr als einer Generation, um den Blick auf diese Künstlerinnen - zu Recht - öffentlich zu fokussieren. Erst wenn die Werke und das Leben dieser Frauengeneration bzw. -generationen ganz aufgearbeitet sein werden, wird es möglich sein, die Kunstgeschichte aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Vor allem die Erweiterung auf frauenspezifische Themen, bei Funke gut nachvollziehbar, dürfte einen großen Erkenntnisgewinn darstellen. Michaela Preiner

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