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Gesundheitsrisiken
Für Sylvia Groth vom Frauengesundheitszentrum Graz ist klar: Die Pille ist ein Medikament, das sich wie jedes andere Medikament eine kritische Kosten- Nutzen-Rechnung gefallen lassen muss. "Umso strenger fällt diese Rechnung aus, da die Pille ja gesunde Frauen nehmen und nicht Kranke", weiß die Medizin- Soziologin.
Der Zusammenhang zwischen Pille-Einnahme und Thrombosegefahr, Herzinfarkt- sowie Brustkrebsrisiko ist für einzelne Pillen-Varianten belegt und sollte nicht bagatellisiert werden, auch wenn andere Gefährdungsmomente wie zum Beispiel Rauchen oder ein erhöhter Cholesterinspiegel bei den Krankheitsrisiken eine größere Rolle spielen mögen. Es ist ein Novum in der medizinischen Geschichte, dass gesunde Frauen in diesem Ausmaß mit einem Medikament behandelt werden, und das zum Teil über viele Jahre ihres Lebens. Groth setzt sich mit ihrem Frauengesundheitszentrum seit Jahren für einen bewussteren und auch kritischeren Umgang mit Hormonpräparaten bei Frauen ein.
Selbstbestimmt und frei
Die sexualgeschichtliche Forschung hat die Erfindung der Pille vielmals als die Initialzündung für die Befreiung der weiblichen Sexualität beschrieben. Ohne Zweifel: Die hormonelle Verhütung entband Frauen zuverlässig von der Angst einer ungewollten Schwangerschaft. Kehrseite dieser Befreiung war aber auch die Übertragung der alleinigen Verantwortung für die Verhütung. Studien aus den 1960ern zeigen den Wandel in dieser Frage: Zwei Drittel der Männer sahen sich damals noch für die Verhütung in der Partnerschaft zuständig, heute sind es nicht einmal mehr 20 Prozent (Quelle: Befragung zu Verhütungsmethoden in Deutschland im Auftrag der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 2003).
Libidoverlust
Dass die Pille nicht nur selbstbestimmt und frei, sondern unter Umständen auch lustlos macht, empfindet Groth in der aktuellen Debatte dabei geradezu als "zynisch": "Was nützt es mir, frei zu sein, wenn ich keine Lust habe?" Bis vor nicht allzu langer Zeit wurden Klagen von Frauen über etwaige Lustlosigkeit während der Pillen-Einnahme gerne auch einmal mit dem Argument abgetan, dass Frauen im Bewusstsein nicht schwanger werden zu können, auch weniger Lust verspüren würden. "Biologistisch" nennt Groth diese Argumentation und verweist auf eine breit diskutierte Studie des Boston University Medical Centers, wonach die Pille- Einnahme auch nach dem Absetzen des Medikaments die Libido von Frauen beeinträchtigen kann, weil der durch die Hormon-Zufuhr gesenkte Testosteron- Spiegel im Blut dauerhaft unter dem vorherigen Wert bleibt.
Abwägen
Freilich, sexuelle Lust hängt von mehr ab als dem Hormonspiegel im Blut, und bei weitem auch nicht jede Frau kämpft mit den bekanntesten Nebenwirkungen der Pille wie Gewichtszunahme, Gemütsverstimmungen oder Migräne. Groth kritisiert auch nicht, dass sich Frauen für ein hormonelles Verhütungsmittel mit all seinen Vorzügen und Risiken entscheiden, was sie bemängelt, ist die zum Teil "manipulative" Darstellung der Pille durch die Pharmaindustrie und einzelne Medien. Wenngleich die Betonung der erwünschten Effekte eines Produktes aus marketingtechnischer und ökonomischer Sicht Sinn mache, so dürften doch die Rechte der Konsumentinnen nicht vernachlässigt werden, meint die Gesundheitsexpertin.
Man wisse, dass GynäkologInnen in ihrer Praxis großteils auf die Informationen der Pharmaindustrie zurückgreifen, anstatt sich aus erster Hand über die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu informieren. "Viele Frauen fühlen sich aber auf dieser Grundlage nicht umfassend beraten", so Groth. Es obliege demnach oft unabhängigen Stellen wie dem Frauengesundheitszentrum, Betroffene umfassend zu Nebenwirkungen und Risiken der Pille zu beraten. (Ina Freudenschuß, dieStandard.at, 9.8.2007)
Aktuelle Studie
Abstract: Oral contraceptive use as
a risk factor for premenopausal breast cancer: a meta-analysis.
Weiterlesen
Sexualberaterin Bettina Weidinger im
dieStandard.at-Interview
Lesen Sie in den kommenden Tagen ein Interview mit Bettina
Weidinger vom Institut für Sexualpädagogik über das
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Für mich ist die Pille eine der besten Erfindungen die es gibt. Dank ihr habe ich nur zwei Kinder.
Es stört mich nicht, dadurch für die Verhütung allein verantwortlich zu sein, dank der Pille habe ich die volle Kontrolle über meine Fruchtbarkeit und Schwangerschaften.
Der Verkauf der Pille ist ein riesen Geschäft. Negative Studien werden sofort unterdrückt. Das Marketing für die Pille ist psychologisch ausgeklügelt. Eine "normale" Frau (keine Ärztin) hat wohl kaum Chancen diesbezüglich eine rationelle Entscheidung zu treffen. Gesundheitsrisiken und mangelnde Fruchtbarkeit werden leider viel zu wenig diskutiert. Ist wahrscheinlich so ähnlich wie mit dem Rauchen.... Sofort merkt man es nicht, es kommt schleichend.... darum kann man auch immer leicht behaupten, die Pille hat keine "nennenswerten" Auswirkungen. Pilzinfektionen, Blasenentzündungen etc. lassen grüßen....
da hast du recht. leider sind die wenigsten ärzte fähig, zu erforschen, WODURCH der pilz immer wieder kommt.
dank chinesischer medizin bin ich draufgekommen, dass ich nur die milchprodukte in meiner ernährung gänzlich weglassen muss, weil diese die verpilzung verursacht. oft bekommen frauen auch pilze, weil sie zu viel vollkornprodukte essen. die pilze vermehren sich im darm und wandern dann...
aber jeder körper ist anders. ich würde nur sehr abraten von den üblichen anti-pilz-mitteln, die die ärzte so verschreiben, denn die helfen nur akut, nicht langfristig.
begünstigt die pille brust- und gebärmutterhalskrebs.
viele ärzte beraten einen da auch nicht richtig.
hatte zwetschgengroße knoten in der brust, vier ärzte verschrieben mir die verschiedensten pillen (zehn glaub ich waren es - klar, die werden von den pharmafirmen angehalten, ihre produkte zu verkaufen, manche werden sogar dazu gezwungen, einem ein bestimmtes produkt "vorzustellen" - heißt einzureden). erst der fünfte arzt sagte "um gottes willen. sofort aufhören mit den hormongaben!" - und er hatte recht. die knoten vergingen innerhalb eines jahres.
Also von Freiheit sehe ich da nichts. Man schädigt seinen Körper gesundheitlich und geht ein erhöhtes AIDS Risiko ein. Von dem abgesehen haben gewisse Männer die Einstellung - ohne Pille läuft nichts - such dir jemand anderen - schlichtweg eine neue Form der Unterdrückung. Und darauf gibt es nur eine Antwort - Ein Mann, der das gesunde Leben der Frau in Abrede stellt, nicht mit Ihr im Einklang leben kann, der soll sich echt eine andere suchen. Solche Männer sind es nicht wert. Es gibt ja genug andere Verhütungsmethoden mit denen man auch Spaß haben kann. Von den Kosten die eine Frau für die Pille übernehmen muss noch gar keine Rede - oder zahlen die Männer mit?
Jedenfalls kenne ich schon sehr viele Fälle, wo die Pille über einen längeren Zeitraum eingenommen worden ist und dann ein Kinderwunsch nicht erfüllt werden konnte. Schon komisch dass verschiedene Frauen nach der Pille 1 Jahr Hormone nehmen müssen, um überhaupt wieder schwanger werden zu können, weil sich der Hormonhaushalt nicht normalisiert. Mit einer "gesunden natürlichen" Schwangerschaft ist die Wirkung der Pille nicht zu vergleichen. Nach einer natürlichen Schwangerschaft hat man in der Regel keine Probleme wieder schwanger zu werden. Es ist naiv zu denken, dass man mit der Pille den Körper in den gleichen Zustand einer natürlichen Schwangerschaft bringt. Es fehlt ja auch das Baby, dass von sich aus den Körper der Mutter beeinflußt.
Welche Qualifikation hat diese Frau eigentlich? Bitte studieren sie einmal Medizin, bevor sie sich zu solchen sehr fachspezifischen Themen hinreißen lassen. Übrigens mit Feminismus hat das ganze gar NICHTS zu tun! Liebe Frau Groth.
dass das eigentlich kein Argument ist, oder?
Abgesehen davon, darf man vermutlich erwarten, dass Menschen, die sich auch beruflich intensiv mit bestimmten Themen auseinandersetzen, natürlich auch diesbezügliches Fachwissen aneignen...
Die Ausbildung von Mag. Sylvia Roth beinhaltet außerdem Medizin-Soziologie und Frauengesundheitsforschung...
Also das kann ich ja überhaupt nicht nachvollziehen, wieso die Hersteller DAMIT werben. Mir ist es mit Pille immer viel dreckiger gegangen als ohne, Stichwort Lustlosigkeit, Niedergeschlagenheit...
es wird mir heute noch ganz übel, wenn ich an diese zeiten denke. und meine tochter habe ich trotz sorgfältiger pilleneinnahme bekommen.
die beste verhütung bietet die pille "liegallan", die außerdem noch erholsamen schönheitsschlaf gewährleistet.
Same here. Ich hab, nach einer längeren Pause, dem Zeug in Form vom NuvaRing noch mal eine Chance gegeben und schlagartig - innerhalb eines Monats - massiv zugenommen, trotz 3x wöchentlich Sport. Bin jetzt auf eine "leichte" Pille umgestiegen, fühle mich aber damit dermaßen unwohl, dass ich jetzt mal pausiere. Wenn die diversen Symptome - Schwindelanfälle, Kopfschmerzen, Stimmungsschwankungen, z.T. auch Libidoverlust etc. - sich während der Pause bessern, war's das für mich endgültig mit dem Zeug, dann muss eine Alternative her. Dann nehm ich auch die allmonatlichen Regelschmerzen gern wieder in Kauf - dass die weg sind, ist so ziemlich die einzige positive Nebenwirkung von hormoneller Verhütung.
Hab eine ähnliche Geschichte (lange) hinter mir. Leider lassen die Alternativen alle sehr zu wünschen übrig.
Nach vielen Problemen und 2 Kindern haben wir uns dann für eine endgültige Lösung durch meinen Mann entschieden - wodurch wir jetzt endlich die Unbeschwertheit genießen können, die wir uns vor Jahren gewünscht hätten. Ich darf nur nicht fremdgehen, denn dann fängt für mich das Problem von vorne an ... :-;
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