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Zwei große Freundinnen der Reiterei im allgemeinen, die Buchhändlerin und Pferdehalterin Bärbel Wegner und die Pädagogin und Freizeitreiterin Helga Steinmaier, sind der besonderen Beziehung von Frauen/Mädchen und Pferden sehr erfolgreich nachgegangen. Sie folgten den Fährten reisender Reiterinnen, beleuchteten alte und neue Frauenberufe rund ums Pferd und sichteten Hufspuren aller Arten in der Frauengeschichte.
Beginnend mit Pferdegöttinnen - fast jede griechische Göttin besaß ein Pferd oder war gar selber eins - und den Reiterinnengruppen der Amazonen, weiter mit den über die Himmel reitenden Walküren und den Frauen zu Pferde im alten Orient, über die Pferdenärrin Sisi, diversen Revolutionärinnen und Kriegerinnen hoch zu Ross, bis zu den Zirkusreiterinnen und mit ihren Pferden reisenden Frauen der Jetztzeit - die Autorinnen berichten darüber sehr fundiert und immer wieder sehr amüsant.
Entlarvte Mythen
"Was treibt die Frauen und Mädchen in die Ställe und Sättel?" Auf diese Frage geben die Autorinnen viele aufschlussreiche Antworten und decken die zahlreichen sexistischen Mythen in Religion, Theorie und Aberglauben zum Thema Frau und Pferd auf, wie zum Beispiel: "Wahrscheinlich ist das mit dem Reiten verbundene Gefühl der Macht und Stärke als eine Art Ersatz für den nicht vorhandenen Penis aufzufassen ...", "Mädchen gehen in der Versorgung der Pferde ihrem natürlichen Pflegetrieb nach" oder auch "Das Pferd ist der erste Liebespartner der Mädchen und wird dann vom Ehepartner abgelöst".
Verschiedene Statistiken zum Thema Frauen und Pferde geben genaue Auskunft zu den Geschlechterverhältnissen in der ReiterInnenszene. In Deutschland sind zwei Drittel aller ReiterInnen Frauen und in der Altersgruppe der 19 bis 26-Jährigen sind es sogar 85 Prozent. Viel Lob und Anerkennung für die mutigen, besonnen Pferdemädchen und Reiterinnen, die auch in den Ställen sehr schwere Arbeit leisten, gibt es hier zu lesen. Verschiedenste Abbildungen – nicht nur von Pferden - und eine ausführliche Literaturliste ergänzen die Texte vorzüglich.
Ein kurzweiliges Buch, das pferdebegeisterte Frauen mit viel Freude lesen werden und nichtreitende Mütter und/oder LehrerInnen von sogenannten Pferdemädchen werden ihre Töchter/Schülerinnen nach dieser Lektüre um Einiges besser verstehen. (Ruth Devime, dieStandard.at, 16. August 2007)
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die tiere tun im regelfall was die reiterin will, lassen sich gerne striegeln, aufzäumen, sind starke, ausdauernde wesen. hören zu, reden selten zurück, sind manchmal störrisch aber leicht zu disziplinieren. gehen immer mit der reiterin aus und galoppieren, wann immer es von nöten ist.
sie verbringen zwar viel zeit in einem stall, können aber auch von bezahlten kräften betreut werden. und wenn sie nicht mehr gebraucht werden, sind sie für einige leberkäse semmeln gut.
Sie hatten wahrscheinlich noch nicht so viel mit Pferden zu tun, sonst hätten Sie nicht dieses "Bilderbuchszenario" alias "Conny, das Pferdemädchen" vor Ihrem geistigen Auge. Denn:
- Pferde tun im Regelfall nur DANN das, was die Reiterin will, wenn diese gute Kenntnisse im Umgang mit ihnen hat (jahrerlanger Reitunterricht usw.). Gerade anfangs tun sie nämlich genau das Gegenteil von dem, was man will.
- "lassen sich gerne aufzäumen" Nun ja. Auch darüber läßt sich streiten; jeder, der selbst mit Pferden Umgang hat, kann da ein Lied davon singen.
- "und wenn sie nicht mehr gebraucht werden, sind sie für Leberkäsesemmeln gut" - Die meisten Reiterinnen, die ich kenne, haben das nicht so gesehen.
pferde sind empathische wesen, mit kraft kann man sie nicht zähmen, man muß sie dazu (ver)führen.....zu tun, was man von ihnen will........
ich glaub die kontrole, das beherrschen entspricht eher dem männlichen zugang als dem weiblichen.....
durchaus hilfreich...
hier geht es um explizit ein thema: mädchen und pferde....
meiner erfahrung nach ist der zugang zu DIESEM thema für die mädchen eher nicht über deren kontrollbedürfnis zu erklären..
das bedeutet nicht, dass frauen nicht kontrollbedürfnisse haben könne, bzw genauer, dass so wie bei den männern frauen vorhanden sind, die extrem kontrollbedürftig sind!
ich tät mein leben nicht um ein pferd aufbauen wollen...
grad beim dressurreiten gehts nicht mit gewalt....
und klar werden die pferde geführt mit eindeutigen hilfen, aber kraft ist keine methode, davon haben die pferde grundsätzlich mehr....
es ist bei den reiterinnen, die ich kenne, und die gut sind, immer eher ein (ver)führen als ein *gradbiegen*
...
glauben Sies oder glauben Sies nicht...
...unterlegen.
ich habe aber mit keinem wort von muskelkraft gesprochen wo ich 'beherrschen' geschrieben habe, oder von gewalt.
mcmurphy hat das schon schön beschrieben: ein riesiges, prachtvolles wesen wird mit wenigen worten kontrolliert, etwas vereinfacht gesprochen.
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