Von Frauen und Pferden

Redaktion, 10. September 2007, 16:12
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Bärbel Wegner und Helga Steinmaier, Freundinnen der Reiterei, sind einer besonderen Beziehung nachgegangen

"Le Paradis de la terre se trouve sur le dos des chevaux, dans le fouillement des livres." Elois Melena 1860
(Das Paradies der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde (und) im Studium der Bücher.)

Zwei große Freundinnen der Reiterei im allgemeinen, die Buchhändlerin und Pferdehalterin Bärbel Wegner und die Pädagogin und Freizeitreiterin Helga Steinmaier, sind der besonderen Beziehung von Frauen/Mädchen und Pferden sehr erfolgreich nachgegangen. Sie folgten den Fährten reisender Reiterinnen, beleuchteten alte und neue Frauenberufe rund ums Pferd und sichteten Hufspuren aller Arten in der Frauengeschichte.

Beginnend mit Pferdegöttinnen - fast jede griechische Göttin besaß ein Pferd oder war gar selber eins - und den Reiterinnengruppen der Amazonen, weiter mit den über die Himmel reitenden Walküren und den Frauen zu Pferde im alten Orient, über die Pferdenärrin Sisi, diversen Revolutionärinnen und Kriegerinnen hoch zu Ross, bis zu den Zirkusreiterinnen und mit ihren Pferden reisenden Frauen der Jetztzeit - die Autorinnen berichten darüber sehr fundiert und immer wieder sehr amüsant.

Entlarvte Mythen

"Was treibt die Frauen und Mädchen in die Ställe und Sättel?" Auf diese Frage geben die Autorinnen viele aufschlussreiche Antworten und decken die zahlreichen sexistischen Mythen in Religion, Theorie und Aberglauben zum Thema Frau und Pferd auf, wie zum Beispiel: "Wahrscheinlich ist das mit dem Reiten verbundene Gefühl der Macht und Stärke als eine Art Ersatz für den nicht vorhandenen Penis aufzufassen ...", "Mädchen gehen in der Versorgung der Pferde ihrem natürlichen Pflegetrieb nach" oder auch "Das Pferd ist der erste Liebespartner der Mädchen und wird dann vom Ehepartner abgelöst".

Verschiedene Statistiken zum Thema Frauen und Pferde geben genaue Auskunft zu den Geschlechterverhältnissen in der ReiterInnenszene. In Deutschland sind zwei Drittel aller ReiterInnen Frauen und in der Altersgruppe der 19 bis 26-Jährigen sind es sogar 85 Prozent. Viel Lob und Anerkennung für die mutigen, besonnen Pferdemädchen und Reiterinnen, die auch in den Ställen sehr schwere Arbeit leisten, gibt es hier zu lesen. Verschiedenste Abbildungen – nicht nur von Pferden - und eine ausführliche Literaturliste ergänzen die Texte vorzüglich.

Ein kurzweiliges Buch, das pferdebegeisterte Frauen mit viel Freude lesen werden und nichtreitende Mütter und/oder LehrerInnen von sogenannten Pferdemädchen werden ihre Töchter/Schülerinnen nach dieser Lektüre um Einiges besser verstehen. (Ruth Devime, dieStandard.at, 16. August 2007)

Bärbel Wegner, Helga Steinmaier.
Von Frauen und Pferden. Zur Geschichte einer besonderen Beziehung.
Helmer Verlag 1998.
296 S. / 21 Euro.
ISBN 978-3-89741-003-9
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Statistiken lügen nie:

"In Deutschland sind zwei Drittel aller Reiterinnen Frauen"? Na, sowas!

Warum sind die meisten Frauen so extrem pferdenarrisch?

Weil sie dann endlich was zwischen den Beinen haben!

frauen und pferde, oh wunder.


die tiere tun im regelfall was die reiterin will, lassen sich gerne striegeln, aufzäumen, sind starke, ausdauernde wesen. hören zu, reden selten zurück, sind manchmal störrisch aber leicht zu disziplinieren. gehen immer mit der reiterin aus und galoppieren, wann immer es von nöten ist.
sie verbringen zwar viel zeit in einem stall, können aber auch von bezahlten kräften betreut werden. und wenn sie nicht mehr gebraucht werden, sind sie für einige leberkäse semmeln gut.

Sie hatten wahrscheinlich noch nicht so viel mit Pferden zu tun, sonst hätten Sie nicht dieses "Bilderbuchszenario" alias "Conny, das Pferdemädchen" vor Ihrem geistigen Auge. Denn:
- Pferde tun im Regelfall nur DANN das, was die Reiterin will, wenn diese gute Kenntnisse im Umgang mit ihnen hat (jahrerlanger Reitunterricht usw.). Gerade anfangs tun sie nämlich genau das Gegenteil von dem, was man will.
- "lassen sich gerne aufzäumen" Nun ja. Auch darüber läßt sich streiten; jeder, der selbst mit Pferden Umgang hat, kann da ein Lied davon singen.
- "und wenn sie nicht mehr gebraucht werden, sind sie für Leberkäsesemmeln gut" - Die meisten Reiterinnen, die ich kenne, haben das nicht so gesehen.

aber nein....

pferde sind empathische wesen, mit kraft kann man sie nicht zähmen, man muß sie dazu (ver)führen.....zu tun, was man von ihnen will........

ich glaub die kontrole, das beherrschen entspricht eher dem männlichen zugang als dem weiblichen.....

das wiederum .. ist sexismus.

frauen wollen genausosehr kontrollieren und die oberhand haben wie männer.

da gibt es keinerlei unterschiede.

manchmal ist textverstehendes lesen

durchaus hilfreich...

hier geht es um explizit ein thema: mädchen und pferde....
meiner erfahrung nach ist der zugang zu DIESEM thema für die mädchen eher nicht über deren kontrollbedürfnis zu erklären..

das bedeutet nicht, dass frauen nicht kontrollbedürfnisse haben könne, bzw genauer, dass so wie bei den männern frauen vorhanden sind, die extrem kontrollbedürftig sind!

dann sind die damen natürlich enttäuscht wenn...

...das starke geschlecht nicht so leicht zu beherrschen ist wie das roß.

in der großstadt sind alternativ hunde sehr beliebt, kommt mir vor.

das starke geschlecht

muß nicht übers beherrschen nachdenken, es überzeugt von sich aus...

nur schwammerln ziehen derartige vergleiche heran!

ähhh...wie meinen?


beim (dressur)reiten wird das pferd also 'verführt' und nicht beherrscht...wieder was dazugelernt.

naja, hauptsache Sie haben spaß dabei.

In dem Sinn würde ich dich dann auch gerne mal verführen.:)

:) nein, zur zeit segle ich eher....

ich tät mein leben nicht um ein pferd aufbauen wollen...

grad beim dressurreiten gehts nicht mit gewalt....
und klar werden die pferde geführt mit eindeutigen hilfen, aber kraft ist keine methode, davon haben die pferde grundsätzlich mehr....

es ist bei den reiterinnen, die ich kenne, und die gut sind, immer eher ein (ver)führen als ein *gradbiegen*
...

glauben Sies oder glauben Sies nicht...

na klar ist der mensch dem roß körperlich...

...unterlegen.

ich habe aber mit keinem wort von muskelkraft gesprochen wo ich 'beherrschen' geschrieben habe, oder von gewalt.

mcmurphy hat das schon schön beschrieben: ein riesiges, prachtvolles wesen wird mit wenigen worten kontrolliert, etwas vereinfacht gesprochen.

Na siehst, nichts anderes meine ich ja. Das geht mit Männern auch, locker. Also der Chef bin i.

sehr vereinfacht gesprochen

denn der sinn des reitens ist bei den frauen eher nicht, dass die pferde das tun, was sie befehlen....

ohne dem gehts nicht, das durchsetzen ist aber nicht der hauptzweck....

meiner erfahrung nach...

Kastriert

die Pferde sind gelegt, also Wallache

und was

treibt die frauen nun zu den pferden?
klingt nicht so, als würde diese frage in dem buch beantwortet.

die solidarität

hinter(n)ansicht

solang' er fest ist, darf er ruhig auch mal größer sein :-)

Du musst es ja wissen.

"solang' er fest ist, darf er ruhig auch mal größer sein"

Da bin ich ganz Ihrer Meinung ... ;-)

Das sagen Männer zu Frauen, deren eigene Frauen einen mächtigen Postrossa...h durch die Gegend tragen?

Nein, das sage ich zu Männern, die einen mächtigen Schw... herumtragen ;-)

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