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Melissa Pierson, selbst begeisterte Reiterin und Journalistin, ist dem Geheimnis dieser Leidenschaft auf witzige und vielfältige, fast literarische Weise gefolgt und beleuchtet diese facettenreiche Verbindung von allen möglichen Seiten. Sie veranschaulicht die kulturhistorische Bedeutung der Pferde, dessen Wandel und die damit verbundenen Auswirkungen für Frauen.
Mythische Symbolik
Pierson schildert bilderreich die mythische Symbolik in Literatur, Poesie und Filmgeschichte und reißt die Leserin (den Leser auch?) mit ihrer Begeisterung mit. Die Autorin entführt in die Welten der Psychologie der Anziehungskraft zwischen Frauen/Mädchen und Pferden. Warum Frauen immer wieder sehr anders als Männer mit ihren Pferden umgehen, wird nicht mit ihrer "Natur" sondern mit ihrer Sozialisation erklärt. Sexistische Mythen zu Frauen und Pferden werden entlarvt, was nach der Lektüre diverser Pferdezeitschriften und allgemeiner Pferdebücher eine große Erleichterung ist.
Die Autorin schwärmt von der Liebe der Mädchen und Frauen zu ihren Tieren und von der Kraft und dem Mut der Reiterinnen. Sie erzählt aber auch von den Mühen der Stallarbeit und der Pferdebetreuung, die jedes Mädchen, jede Frau selbstverantwortlich lernt und kann. Das Buch gibt zudem Auskunft über Pferdeberufe - Pferdewirtin, Sportreiterin, Tierärztin, Reitlehrerin, Hippotherapeutin, ... -, welche viele Frauen ergreifen, um mit diesen großen, starken und doch von uns so abhängigen Tieren zu arbeiten und zu leben.
Sie berichtet von Therapieangeboten mit Pferden, die Mädchen und Frauen als Überlebende von sexueller Gewalt wirksam unterstützen. Sie beschreibt die gegenseitigen Zuneigungen und rühmt die Möglichkeit einer so tiefen, befriedigenden Beziehung zwischen zwei so unterschiedlichen Wesen wie Pferden und Frauen. Für Reiterinnen und solche, die es noch werden wollen, ist dieses Buch ein MUSS!
Melissa Pierson ist Journalistin und schreibt für zahlreiche populäre Magazine, u.a. für die Vogue, Harper's und Village Voice. Sie lebt mit ihrem Mann in Brooklyn/USA. (Ruth Devime, dieStandard.at, 21. August 2007)
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Die Frauen bereiten sich doch in Wahrheit nur auf den einen großen Moment im Leben ein jeder Frau vor.
Auf den einen Moment, wenn dereinst der schöne Prinz auf dem weißen Pferderl daher geritten kommt. Da muss Frau bereit sein, bereit auf das eigene Perderl zu hüpfen und mit ihm in den Sonnenuntergang zu reiten...
- und ich kann nur bestätigen, es sind zu 95% Frauen - dann kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Art des Sitzen mit den gleichzeitigen regelmäßigen Bewegungen des Pferdes für die Frauen nicht stimulierend ist. Von der Bewegung der Frau her ist nicht viel Unterschied zu Frau-oben-Stellung. Das kann mir keiner erzählen, dass frau da nicht den einen oder anderen Gedanken in diese Richtung fasst. Ich vergönns ihnen ....
Vielleicht ist das mir der Liebe der Frauen zu den Pferden auch einwenig in dieser Richtung zu sehen. Ich mein das ohne Spass.
Wer so sitzt, dass es "stimulierend" wirken könnte, sitzt definitiv falsch; man nennt dies in der Fachsprache "Spaltsitz"....wenn man Reiten lernt, wird dies im Unterricht korrigiert, da es einfach ein FALSCHER Sitz ist mit Auswirkungen auf das gesamte reiterliche Können/ Einwirken.
Unglaublich stimulierend sogar! Das Gefühl, bei Sonnenuntergang über ein Stoppelfeld zu galoppieren ist ziemlich unvergleichlich. Oder einfach im Schritt durch Weinfelder/Wälder/was auch immer zu wandern, in enger Verbindung mit einem wundervollen, sensiblen Wesen.
Wer bei der Faszination Reiten meint, da geht es um ein "stimulierendes Gefühl zwischen den Beinen" ist m.E. ziemlich ahnungslos. Und einfach gestrickt...
... nicht ein Ausdruck des Wunsches sein, zu dominieren? "Oben" sein, "steuern können", "zu kontrollieren", etc.?
Frauen waren doch lange nicht in der Herrscherrolle, vielleicht ist die Reiterei so etwas wie ein geheimer Bund der Frauen und drückt deren wahre Leidenschaft aus...
Würde sehr für die Frauen sprechen, nämlich wie einfach und spielend sie führen ohne Krampf und Kampf. Außerdem assoziiere ich mit Pferden eher die wilde Freiheit und mag es gar nicht, dass wilde Naturpferde zugeritten werden. Ich denke, dass Frauen einfach eher im Pferd die zügellose Freihheit suchen, die sie selbst bewundern, aber oft nicht leben können. Es gefällt ihn, wenn sich ein Tier geradezu freiwillig liebevoll führen lässt. Mir gefällt es, wenn es sich gar nicht führen lässt. Ich gönne ihm die Freiheit.
... habe mich sicherlich etwas holprig ausgedrückt. Mir ging der Gedanke durch den Kopf, daß Frauen mit Pferden sich entfalten konnten. Bei dieser Beschäftigung wurden sie sicher von den Männern in Ruhe gelassen und konnten sich entfalten.
Wenn Frauen nun Pferde dorthin bekamen wo sie diese wollten, egal ob sie dies durch "überzeugen" oder wie auch immer schafften, so konnten sie vereint mit den Tieren einen Hauch von Freiheit fühlen.
Vielleicht denke ich auch zu kompliziert und es war halt nur so etwas wie die Vereinsmeierei der Männer.
Sich am Pferderücken zu stimulieren, das wäre doch ineffizient. Wie gesagt, ich denke, dass es ein Gefühl der Freiheit vermittelt, auch das Reiten an sich. Pferde sind auch total interessante Tiere, sie sind irgendwie respekteinflößend und manche sind elegant, aber ich liebe die wilden Pferde, die noch viel Uriges im Blut haben. Es gibt ja gar keine reinen Ur-Wildpferde mehr, leider.
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