"Kill Your Gender"

Redaktion, 14. Jänner 2008, 14:10
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Initiative gegen Geschlechterrollen soll zum Thematisieren und Überwinden längst überholter Stereotype beitragen

Unter dem Motto "Kill Your Gender" will die Sozialistische Jugend Österreich (SJÖ) für neue Rollenbilder in der Gesellschaft sensibilisieren. Mit Stickern, T-Shirts und Aktionen in den Bundesländern soll zum Thematisieren und Überwinden längst überholter Geschlechter-Stereotype beigetragen werden. "Die Veränderung muss in unseren Köpfen beginnen", erklärt die Frauensprecherin der SJÖ Stefanie Vasold. "Kill your gender" sei als Aufruf zu verstehen, gemeinsam gegen Sexismus, Vorurteile und Geschlechtsstereotype aufzutreten.

Weg von Klischees

"Diese Rollenbilder nehmen beiden Geschlechtern Möglichkeiten einer freien Persönlichkeitsentwicklung"; zeigt sich Vasold überzeugt, die auf die Bedeutung der Performanz des sozialen Geschlechts verweist: "Das, was wir selbstverständlich als 'typisch weiblich oder männlich' begreifen, ist nicht von Natur aus oder von Geburt an so." Die Menschen seien zu vielfältig, um sich in Klischees pressen zu lassen.

Gleichberechtigung

Auch Torsten Engelage, Vorsitzender der SJÖ, verweist auf die Prägung individueller Personen über Geschlechterrollen: "Der überwiegende Teil der Lehrlinge in technischen Berufen ist männlich, Frauen greifen nach wie vor auf einige wenige 'klassische Frauenberufe' wie Büro-, Einzelhandelskauffrau oder Friseurin zurück. 70 Prozent der geringfügig Beschäftigten und die Mehrheit der Teilzeitarbeitenden sind weiblich. Neben dem geringen Gehalt bringt das eine Reihe von arbeits- und sozialrechtlichen Nachteilen mit sich." Einen wesentlichen Grund dafür sieht er darin, dass Frauen immer noch die Hauptverantwortlichen für Kindererziehung und Haushalt seien.

Die SJÖ will mit der Initiative einen Denkanstoß für eine gleichberechtigtere Zukunft geben. (red)

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Materialien zur Kampagne finden sich hier.
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Gosp der Weise
45
10.9.2007, 19:10

Ganz zuoberst muss natürlich die Frage stehen wieso es keine einzige gesetzliche Benachteiligung für Frauen gibt, aber zahlreiche Benachteiligungen für Männer. Und wieso Feministinnen die Macht besitzen die öffentliche Diskussion darüber zu verhindern. Genauso wie sie jenseits des großen Teiches bislang erfolgreich verhindern das endlich darüber diskutiert warum die Männer gegen Hitler kämpfen mussten, die Frauen jedoch nicht. Erst ganz langsam bricht dort der Damm und die Ersten trauen sich dieses über Jahrzehnte heiligste aller Tabuthemen endlich anzusprechen. Dabei wird die Weiche gestellt ob in den nächsten kriegerischen Auseinandersetzungen wieder nur die Männer die Dummen sind, und die Frauen wieder einmal fein raus.

femail
00
21.11.2007, 20:40
unpackbar

ich bin zugegeben etwas

da wird diskutiert, ob massenvergewaltigungen wirklich so schlimm sind wie was weiß ich
dort wird beklagt, dass die frauenministerin nicht für männerrechte eintritt
hier wird bekräftigt, dass es ja so viele gesetzliche benachteiligungen gibt für die herren

*jede 5., in einer beziehung lebenden frau wird in österreich opfer physicher gewalt *frauen verdienen bis heute ein drittel weniger für gleichwertige arbeit *dreiviertel der unbezahlten arbeit wird von frauen erledigt *nicht einmal ein drittel der im nationalrat vertretenen abgeordneten sind frauen *zweidrittel der von armut betroffenen sind frauen *jedes zweite 11jährige mädchen hat dieäterfahrung

Gosp der Weise
00
5.12.2007, 14:37

Diskutieren wir doch mal über gesetzliche Benachteiligungen für Frauen.
Ach so, die gibt es ja nicht.
[...]ob massenvergewaltigungen wirklich so schlimm sind wie was weiß ich [...]
Die nicht stattgefundene Massenvergewaltigung amerikanischer Frauen ist weniger schlimm(da nicht stattgefunden) als die Einberufung ausschließlich männlicher Amerikaner im Kampf gegen Hitler.
Wieso gab es dort keine Quotenregelung?

MarioV
00
5.12.2007, 14:08

[...<]hier wird bekräftigt, dass es ja so viele gesetzliche benachteiligungen gibt für die herren[>...]
Hm - und weiter? Schlußfolgerung?

Gosp der Weise
00
27.11.2007, 16:33

Alles einstudierte Sätze die mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben.

adisch
00
21.11.2007, 20:47
sagt wer?

arouet2
00
6.10.2007, 21:01
Geschlechtsspezifische Verhaltensweisen

Aufgrund welcher gesicherter,wissenschaftlicher Grundlagen weiß die Sozialistische Jugend,welche geschlechtsspezifischen Verhaltensweisen angeboren und welche erlernt sind? Sie alle für dekonstruierbar zu erklären ist ebenso fahrlässig wie ihre kulturelle Beeinflußbarkeit zu leugnen.Mich wundert, mit welcher Selbstsicherheit hier wieder Kampagnen gestartet und Schuldzuweisungen ausgesprochen werden. Was ist, wenn auch in den nächsten Jahren Mädchen noch mit Puppen spielen und Jungen mit Baggern? Oder Mädchen zwar mit Baggern spielen,diese aber behandeln wie Puppen, sie schlafen legen,weil sie müde sind.Und Jungen mit den ihnen in die Hand gedrückten Stricknadeln weniger stricken als Ritterkämpfe ausfechten.Entschuldigen wir uns dann?

adisch
00
21.9.2007, 10:52

sogar das gleichbehandlungsgesetz (www.tinyurl.com/2df7qv ) verlangt ausdruecklich eine "anwaeltin".

versteh einer die welt des genderns ...

Thomas Felder
22
11.9.2007, 17:26

Ganz zuoberst muss natürlich die Frage stehen wieso es keine einzige gesetzliche Benachteiligung für Frauen gibt, aber zahlreiche Benachteiligungen für Männer


vollkommen richtig!!!!!!!!!!

MarioV
33
11.9.2007, 17:53

Die Frage ist leicht zu beantworten. Männer haben im Gegensatz zu Frauen keine Vertretung.
Ein institutionelles Problem.

adisch
00
21.9.2007, 11:00

in wien gibt es mit der ma57 ( www.tinyurl.com/yrztzy ) sogar eine eigene magistratsabteilung.

Thomas Felder
00
13.9.2007, 11:01

dann machen wir eine !

Andreas Prucha
00
13.9.2007, 16:04

Ist nur die Frage was bei sowas rauskommt. Wenns dann so wie bei den Frauen läuft (Frau hat gefälligst das zu wollen, was Feministin sagt) wirds für die Männer auch nicht so toll. Eigentlich brauchen wir kein Männer- und kein Frauen-Ministerium, sondern einfach eine Stelle die Gleichbehandlung sicherstellt.

Schubidu
00
14.9.2007, 09:24
Diese Stelle gibt's bereits, denn dafür ist die Frauenministerin zuständig

Leider kommt "Frauenministerin" noch aus einer Zeit, als Männer tatsächlich diskriminiert wurden. Mittlerweile wurde das erkannt. Bei dem Begriff ist einfach nur unsere Lockerheit gefragt.

MarioV
00
14.9.2007, 12:05

Die Frauenministerin kümmert sich nur um Frauenangelegenheiten. Sie ist ganz bestimmt keine Vertretung der Männer. Weder in der Theorie, und schon gar nicht in der Praxis.

Rote Zecke
00
19.9.2007, 18:47
Der Haupt hat das als Frauenminister aber anders gesehen ...

Vjatscheslav Fetisov
00
21.9.2007, 17:14
und?

sagen sie jetzt nicht, daß sie ihm nachtrauern. ich würde es ihnen nicht glauben.

Rote Zecke
02
24.9.2007, 09:59
Ob ich ihm nachtrauere, ist irrelevant.

Er hat sich jedenfalls als Frauenminister um die Interessen und Angelegenheiten der Männer gekümmert.

MarioV
00
1.10.2007, 11:18

Inwiefern? Weil ein Büro ohne Bedeutung und Macht eingerichtet wurde? Und dafür musste er etliche sexistische Attacken hinnehmen.

Schubidu
00
14.9.2007, 13:32
Es ist anscheinend unheimlich schwierig, dieses Gerücht aus der Welt zu schaffen.

Würde sie Männerministerin heißen, wär's klar, dass Frauen mitgemeint sind :-/

Andreas Prucha
00
25.9.2007, 14:17

Najo... Männer und Frauen ist eine explizite Geschlechsbezeichnung. Es ist eben klar, dass nicht nur Männer Ärzte sein können. Aber nur Männer können Männer sein, und nur Frauen Frauen. Also, dass bei einem Männerministerium sich Frauen mitangesprochen fühlen sollten ist unlogisch. Genauso bei einem Frauenministerium. Frauenministerium ist eine ministerielle Interessensvertretung für Frauen - sonst nix.

MarioV
00
17.9.2007, 09:27

[...<]Würde sie Männerministerin heißen, wär's klar, dass Frauen mitgemeint sind [>...]
Nein, wieso auch?

[...<]Es ist anscheinend unheimlich schwierig, dieses Gerücht aus der Welt zu schaffen.[>...]
Weil es kein Gerücht ist. Wieso sonst hätten die SPÖ-Frauen so heftig dagegen protestiert das ein Mann Frauenminister wurde? Sie haben damals Krawatten angezogen um zu zeigen das sie sich nicht von einem Mann vertreten lassen wollen.
Und wann hat sich eine Frauenministerin jemals für Männerrechte eingesetzt?
Fakt ist das Männer definitv keine gesetzliche Vertretung haben. Das hilft es nichts so zu tun als würde das nicht so.

Schubidu
00
13.9.2007, 11:23
Manchmal ist *keine Vertretung* die bessere Vertretung ;-)

MarioV
01
14.9.2007, 12:06

aber selten

Roland S.
00
12.9.2007, 01:00
So sehe ich das auch.

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