"Ich bin stark!" - Selbstverteidigung für Mädchen

von Redaktion  |  01. Dezember 2007, 10:00

Das ultimative Mut- und Mitmachbuch für alle schlagfertigen Mädchen und solche, die es noch werden wollen

"Geh nie mit einem Fremden!" Diese Warnung stimmt zwar durchaus, betrifft aber nur sechs Prozent der Fälle von sexuellen Belästigungen oder anderer sexueller Gewalt an Mädchen. Mit dieser Ermahnung sind Mädchen nicht geschützt, denn sie brauchen die Erfahrung: ich bin stark, ich kann mich schützen, ich kann mich wehren, ich weiß, was ich tun muss, wenn mir jemand zu nahe kommen will.

 

Zwei erfahrene Ausbildnerinnen in Selbstverteidigung, Barbara Götz und Gabi Späth, geben in diesem Sachbuch viele praktische Tipps und gute Trainingsvorschläge. Sie zeigen auf, wie sich Mädchen im Ernstfall am besten selbst schützen und verteidigen können. Denn jedes Mädchen kann sich wehren und ein "Help-yourself-Baukasten" hilft jeder dabei auf unterschiedliche Weise.

Grundlage

Das A und O der Selbstverteidigung ist das Selbstbewusstsein. Das ist die Grundlage dieses Buches. Hier geht es um das richtige Gefühl und die richtige Einschätzung von Gefahren. Selbstbewusstes Auftreten, seinen Gefühlen zu vertrauen und das Vorbeugen von Angriffen gehören genauso zur Selbstverteidigung wie die richtige Kampftechnik im Ernstfall.

Ausführliche Beschreibungen und aufschlussreiche Fotografien - die zwei schlagfertigen Buchmodels Jasmin und Regina stellen effektvolle Übungen anschaulich und ideenreich auf vielen Fotos nach - erläutern die Kampf- und Befreiungstechniken, mit denen sich auch junge Mädchen einen (oder mehrere) Angreifer vom Hals schaffen können.

Stärke

Auf sehr einfache und wirkungsvolle Weise wird den Mädchen sowohl das körperliche als auch das mentale Training näher gebracht. Denn wer sich stark fühlt, wird gar nicht erst angegriffen und wenn es doch nichts hilft: Die Kapitel "Jetzt reicht's: Ich schlage jetzt zu", "Wo schlage ich hin?" und "Wie werde ich mein eigener Bodyguard?" geben deutliche Antworten auf einen Übergriff und zeigen, wie ein Mädchen sich im Ernstfall am besten selbst schützt, verteidigt und auch zuschlägt - wenn es sein muss.

"Ich bin stark!" ist das ultimative Mut- und Mitmachbuch für alle schlagfertigen Mädchen und solche die es noch werden wollen. Für Frauen, die mit Mädchen leben und arbeiten, ist dieses Buch sowieso ein "Muss!"
(Ruth Devime, dieStandard.at, .2007)

Barbara Götz, Gabi Späth.
Ich bin stark!
Selbstverteidigung für Mädchen.
Arena Taschenbücher Bd. 2366, 2005.
143 Seiten / 6,10 Euro.
ISBN 978-3-401-02366-3.

weitersagen:
drucken
Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 123
1 2 3
Duskson 81   
03.12.2007 11:28

Schlag zu so das sichs auszahlt und so fest du kannst und dann renn als wär der Teufel hinter dir her.. als ich hab damit bis jetzt ganz gut überlebt.
Aber abgebrühtheit zu erlernen ist wichtig, vielleicht den Gegner sogar einen Schritt weiterkommen lassen als einem angenehm ist nur um in bessere schlag/trittposition zu sein bzw. um ihn in sicherheit zu wiegen. Aber die Nerven dazu muss man sich auch erstmal aneignen ob das mit nem buch geht weis ich nicht.

Mucosa Prolaps
03.12.2007 10:06

Bücher können leider nicht eine gute Kampfsportschule ersetzen... Wobei es auch und gerade bei den asiatischen Sportarten auch viel Mittelmaß und etliche Abzocker, Betrüger, Großmäuler und Scharlatane gibt.

1000 Kopfläuse können nicht irren
03.12.2007 09:00
Auch mit viel Selbstvertrauen...

... trauen sich wohl viele nicht, einem Mann in die E**r zu treten oder dergleichen! Hand auf's Herz, wer würde im Falle eines Falles sofort hinlangen?

Da müsste man die Hemmschwelle gezielt überwinden, um einem Menschen massiv Schmerzen zufügen zu können.

Tethys
03.12.2007 15:21
massiv Schmerzen

Es geht nicht unbedingt um das Zufügen von Schmerzen, es reicht schon das Ausnützen des Überraschungsmoment zur Flucht.

Duskson 81   
03.12.2007 14:58

"im Falle eines Falles" und "sofort" sind 2 unterschiedliche Dinge.
Und man muss noch nichtmal im Falle eines Falles sofort zuschlagen.

marantana
02.12.2007 15:33
lesetipp!

schlagfertige frauen von constanze ohms -
viele geschichten von mädchen und frauen
die sich erfolgreich gewehrt haben!

Kantinenessen
01.12.2007 23:43
Quintessenz von derzeit 42 Postings:

Mädchen und Frauen sollen sich nicht wehren. Sie sollen es auch nicht lernen. Weil sie eh keine Chance haben.

tsange
02.12.2007 02:34

die trotzreaktion ist unangebracht.

es geht nicht darum, dass frauen ihre wehrhaftigkeit nicht steigern sollen oder dass das sinnlos ist (von ganz wehrlos auf "gegen banale übergriffe wehrhaft genug" ist schon ein deutlicher fortschritt), sondern darum, dass kampfsporttraining - und erst recht das lesen eines büchleins - kein ersatz für vorsicht sein kann. wer sich zu sicher wähnt, riskiert sowohl, echten gefahrensituationen nicht rechtzeitig aus dem weg zu gehen, als auch auf eine vermeintliche oder geringfügige bedrohung überzureagieren.

in einem realen, ernstgemeinten kampf gehts nicht zu wie beim turnier - das entscheidet sich innerhalb von sekunden, meistens nach der dampfhammermethode.

Susi Stattnam
05.12.2007 14:31
ja genau: Frauen: Fuerchtet Euch gefälligst!

Geht nicht aus Euren Zimmern, die Welt ist gemein und gefährlich und aus dem Grund ist es gut, wenn ihr alle vorsichtig seid und zu Hause bleibt und Männern die gefährliche Welt da draussen ueberlasst. Seid froh, dass die sich fuer Euch in der Gefahr auf der offenen Strasse fuer Euch aufopfert!!!!!! Danke tsange. Vielleicht sollten Sie sich daran erinnern, dass wir aus dem Mittelalter schon heraus sind.

Kantinenessen
02.12.2007 13:55
Ich habe mich auch nicht auf den Artikel bezogen,

der tatsächlich einen etwas eigenartigen Beigeschmack hat, sondern auf viele Postings hier.

Da wird Frauen durchaus empfohlen, sich nicht zu wehren, sondern wegzulaufen oder Grimassen zu schneiden (kam eh von Dir).
Ich denke, dass es nicht schadet, zuschlagen zu können. Auch wenn Frauen körperlich schwächer sind, durch Wendigkeit und vor allem den Überraschungsmoment, kann frau einiges wettmachen.

Duskson 81   
03.12.2007 11:40

Naja zum teil muss ich manchen leuten hier recht geben. Ich würd ein Buch auch nicht grad als gute grundlage für Selbstverteidigung empfehlen, da sollte man vor allem die nerven trainieren. Andererseits ist ein Buch vielleicht mal der erste Schritt.
Und du hast schon recht.. etwas seltsam finde ich manche aussagen auch. Naja Pazifist war ich noch nie wirklich.

szetschi1
03.12.2007 12:52
Wenn das Buch schwer genug ist kann man da schon was machen.

Duskson 81   
03.12.2007 13:15

Ne aber für einen eher pazifistisch veranlagten Menschen könnte das Buch einfach ein gedanken anstoß sein sich mit seiner eigenen Psycho (in diesem fall Abgebrühtheit und Nervenstärke in Stresssituationen) zu befassen.. Und wenn man zumindest einmal vorher über so eine Situation nachgedacht hat ist das schon besser als nie was damit zu tun gehabt zu haben.

MarioV 
03.12.2007 09:02

[...<]Da wird Frauen durchaus empfohlen, sich nicht zu wehren, sondern wegzulaufen [>...]
Finde ich seltsam. Man versucht Burschen seit Jahren beizubringen das es nicht schändlich ist wegzulaufen, wenn dazu die Möglichkeit besteht.
Der Kampf sollte natürlich das letzte Mittel sein.
Ist das bei Frauen jetzt auf einmal anders?

Susi Stattnam
05.12.2007 14:33
was soll anders sein?

In der dunklen Allee vom Mann angemacht, ist oft das Zuschlagen notwendig, um ueberhaupt wegrennen zu können. Was wuerden Sie denn einem Buben erklären, wie er sich zu verhalten hat, wenn er in einer dunklen Allee von einem stärkeren Mann niedergehalten wird und es klar wird, es geht um seinen Hintern?

tsange
02.12.2007 19:14

wegzulaufen oder Grimassen zu schneiden (kam eh von Dir).

ja.
zuschlagen ist fast immer die falsche wahl, für frauen wie für männer. und in situationen, wo zuschlagen die einzige wahl ist, ist erstens ein überschätzen der eigenen fähigkeiten gefährlich und zweitens selbst bei erfolg das ergebnis meistens nicht lustig. bei der vorstellung "dann bin ich stark und es kann mir keiner was" geht es um strukturelle gewalt. konkrete gewalt geht anders.

kampfsport ist gut, um den gefährlichen duckreflex wegzubringen, den frauen oft gegenüber ersten anzeichen häuslicher gewalt oder gegenüber sexueller einschüchterung haben. aber da würde alles reichen, was den duckreflex wegbringt. bei wirklicher gewalt ist die sicherheit meistens illusorisch

Susi Stattnam
05.12.2007 14:34
wenn ich weiss, ich kann mich u.U. auch wehren,

verfalle ich nicht in einen Stillhaltereflex. Dann kann ich meinem Weglaufreflex eine andere Stärke geben.

strangerinastrangeland  
02.12.2007 00:37
Frauen sollen sich wehren,

unbewaffnet stehen die Chancen aber tatsächlich schlecht.
Deswegen haben früher Frauen auch versteckte Messer getragen und diese überraschend gegen den Angreifer eingesetzt. Das verbessert die Chancen dramatisch.

Mac Smith
02.12.2007 21:45
versteckte Messer

Eine Waffe zu tragen, mit der man nicht geübt ist, ist für den Träger gefährlicher als für den Angreifer.

Dann schon eher unbewaffnet im richtigen Moment die richtige(n) Stelle(n) treffen und weglaufen.

strangerinastrangeland  
04.12.2007 01:14
Wer spricht von ungeübt?

Wenn bewußt eine Waffe mitgeführt wird, dann muß damit trainiert werden, bis die Abläufe automatisiert sind und auch unter größten Stress funktionieren.
Die Vermeidung des Kampfs durch Flucht ist immer das erste und beste Mittel der Selbstverteidigung.
Nur was tun, wenn man nicht flüchten kann und körperlich schwer unterlegen ist?

Lectrice
02.12.2007 16:31

Ein gezielt gesetzter Tritt in die Körpermitte wirkt aber auch wahre Wunder.

Was wichtig u. sehr wohl trainierbar ist, ist die richtige, schnelle und damit überraschende Reaktion, anstatt in fürchten u. zittern zu verfallen.

strangerinastrangeland  
04.12.2007 01:46
Sie können davon ausgehen, dass Männer ihre Schwachstellen kennen und sich schützen.

Tritte funktionieren nur auf die genau richtige Distanz und für einen Kniestoß muss er richtig stehen, was der Angreifer tunlichst vermeiden wird. Und wenn er einmal auf Kniestoß-Distanz heran ist, ist schon fast alles zu spät.
Ein Angreifer, der es wirklich ernst meint, also Vergewaltigungs und/oder Tötungsabsicht hat, und mit Gegenwehr rechnet, ist mit ein paar Tritten nicht aufzuhalten.
Wenn es wirklich um Leben und Tod geht, und nur dann ist der Waffeneinsatz gerechtfertigt, gibt ein hart geführter Überaschungsangriff mit dem Messer der Frau eine reelle Überlebenschance.

Lectrice
04.12.2007 22:43

Jeder Experte sagt Ihnen, dass sich m. e. Messer zu verteidigen ziemlich das dümmste ist, was man machen kann.

Und ja, mann kann es eben trainieren (Reaktion, Hemmungsschwelle usw.) auf Attacken besser zu reagieren, als man es ohne Schulung würde. Eine Garantie ist es natürlich nicht.

strangerinastrangeland  
08.12.2007 02:37

Wo Sie Ihre Experten herhaben ist mir ein Rätsel.
Aber das mit den Experten auf diesem Gebiet ist generell ein Problem. Meistens sind das KampfsportlerInnen, die noch nie eine echte Selbstverteidigungssituation selbst erlebt haben und vom Überleben auf der Straße keine Ahnung haben.

szetschi1
06.12.2007 19:58
Sie kommen doch aus Frankreich


Was sagen Sie zu der Studie, dass in Frankreich 9 von 10 Eltern ihre Kinder schlagen? Heute auf dem Hauptprogramm tinyurl.com/24oust

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 123
1 2 3

Die Kommentare von User und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.