Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Was den Tumult auslöste, war die emanzipierte Denk- und Lebensweise seiner Romanfigur: Die junge, alleinreisende Sara, Tochter eines Glasermeisters, befindet sich auf Geschäftsreise auf einem Dampfer. Der ebenfalls junge Sergeant Albert verliebt sich in sie, ist jedoch verwirrt ob ihrer ungewohnt selbstständigen Art. Erst bei einem Landgang kommen sich die beiden näher und beschließen, den Rest der Strecke gemeinsam zurückzulegen. Es wird eine Reise voller Überraschungen für Albert: Sara besteht darauf, alles selbst zu zahlen, Entscheidungen selbst zu treffen, schlägt auch noch vor, im einzig freien Zimmer einer Herberge zusammen zu übernachten. Und sie plädiert für die freie Liebe, für die Unabhängigkeit, ohne Ehezwang, ohne auferlegte Pflichten, denn "die Liebe zwischen zwei Menschen, diese vor allem sollte man (...) schützen und bewahren, sie sollte niemals unter einem Zusammenleben oder einem gemeinsamen Haushalt leiden oder davon abhängig sein, ganz gleich, wie es geht." Man kann sich vorstellen, was solche reformatorischen Gedanken Mitte des 19. Jahrhunderts bei den LeserInnen ausgelöst haben.
Kampf gegen Windmühlen
Für Literatin Anne Storm basiert die allgemeine damalige Entrüstung und der gesellschaftliche Untergang des Autors auf der "Verletzung eines der am hartnäckigsten verteidigten gesellschaftlichen Tabus der Zeit. Es war die schonungslose Kritik an der Ehe als Institution, an den als gottgewollt und unabänderlich ausgegebenen Formen und Zwängen des Zusammenlebens, die jenen Meinungsstreit auslöste." Für den in jeder Hinsicht reformerisch denkenden Almquist wurde die Gleichberechtigung der Geschlechter immer mehr zu einer Schlüsselfrage für die Demokratisierung der Gesellschaft: "Die rechtlose Stellung der Frau empörte ihn zutiefst." In Schriften und Abhandlungen tat er seine Kritik daran öffentlich kund und verbreitete seine - in der damaligen Zeit gefährlich aufrührerischen - alternativen Vorstellungen: "Freiwilliges Zusammenleben der Partner, ohne den Ehekontakt, der die Frau entmündigt - Partnerschaft, gegründet auf echte Zuneigung, selbst gewählte Verpflichtungen, Gleichberechtigung und gegenseitigen Respekt." Einen Roman darüber zu schreiben, erschien ihm die ideale Form, um "den Boden für das Verständnis" seiner Auffassungen zu bereiten. Er sollte sich irren - er war seiner Zeit zu weit voraus: Erst 1920 sollte der Paragraph über die juristische und ökonomische Vormundschaft des Ehemannes in Schweden abgeschafft werden. (isa/dieStandard.at, 27.9.2007)
Zwischen Beziehungskrampf, Feminismus und ganz viel Alltag: Jochen König beschreibt in "Fritzi und ich", wie es sich anfühlt, ein echter "neuer Vater" zu sein
Magd, Sennerin, Biobäuerin: Wie sich die Arbeit von Landfrauen im Laufe der Jahrhunderte veränderte, beschreibt Annegret Braun in einem neuen Bildband
Seit 25 Jahren versorgt Elfriede Hammerl die profil-LeserInnenschaft mir ihren Kolumnen - Eine Auswahl ist nun in dem Buch "Alles falsch gemacht" erschienen
Eugenie Kain berichtet in ihrem Erzählband "Schneckenkönig" vom beschädigten Leben, aber auch von Momenten des Glücks
Ein oberflächlicher Blick auf den Wertekanon am "Pregnancy Hill": In "Generation Wickeltasche" ist Nana Heymann dem Phänomen der "hippen Mutter" auf der Spur
Das ultimative Mut- und Mitmachbuch für alle schlagfertigen Mädchen und solche, die es noch werden wollen
In dem Reisebuch "Frauen in Berlin" kann frau sich auf die Spuren interessanter Berlinerinnen begeben
Thea Dorn befragte Frauen zu Feminismus, Geschlechter- Verhältnissen und anderen nach wie vor gegenwärtigen Problemen
Männer auch, behauptet zumindest ein Wohnbuch für Singles und Paare mit eindrucksvollen Bildern und bunten Erklärungsansätzen
Anne Holts Krimi mit doppeltem und dreifachem Boden
Anthropologin Barbara Tedlock widmet sich der Kunst von Schamaninnen und ihrer Bedeutung für die menschliche Zivilisation
Sich aus Liebe aufopfern, aus Liebe leiden - und nicht geliebt werden: Robin Norwoods Klassiker über "die heimliche Sucht, gebraucht zu werden"
In Julia Beckets "Rubinrote Zeit" erzählen Frauen im Alter von 19 bis 90 Jahren von ihrer ersten Blutung
Bücher über Sehnsüchte und Lügen, Nesthocker-Innen und Wohnende sowie das kritische Thema Existenzsicherung in einer Ansichtssache
Melissa Pierson beleuchtet die facettenreiche Verbindung von Frauen und Pferden von vielen Seiten
Mit der "richtigen" Ernährung können so gut wie alle typischen "Frauenleiden" verhindert oder verbessert werden, verspricht die Autorin
Bärbel Wegner und Helga Steinmaier, Freundinnen der Reiterei, sind einer besonderen Beziehung nachgegangen
Im jüngsten Krimi von Eva Rossmann mit und um Mira Valensky stehen die Zeichen auf Veränderung
Mit dem neuen Do-it-yourself-Buch für Mädchen wird das Selbstbewusstsein von Teenagerinnen gestärkt
Polemik, wo Differenzierung so bitter nötig wäre: Bascha Mika erklärt uns in "Die Feigheit der Frauen" den brachliegenden Handlungsspielraum
Nur durch Wunder überlebte die Jüdin Lotte Weiss das KZ Auschwitz - nun sind ihre Memoiren auch auf Deutsch erschienen
Wie kluge Geschäftsfrauen à la Coco Chanel und Beate Uhse mit bahnbrechenden Ideen und Produkten zu Ansehen und Vermögen kamen
Einblicke in die vielfältigen Dimensionen geschlechtersensibler Architektur und Wohnkultur gibt eine neue Publikation
Sassa Marosis Kräuterbilderbuch widmet sich Kräutern für verschiedene Lebensphasen
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.