Für Frauen-Power in der muslimischen Welt

von Redaktion  |  05. Dezember 2007, 11:59

Sonderbeauftragte von US-Außenministerin Rice, Shirin Tahir-Kheli, bei "Frauen ohne Grenzen"-Konferenz in Wien

Wien - Shirin Tahir-Kheli ist Sonderbeauftragte der US-Außenministerin Condoleezza Rice für "empowerment of women", speziell in der muslimischen Welt. Ein harter Job, wenn man das Ansehen der USA und der Regierung Bush gerade in diesem Raum in Betracht zieht. Tahir-Kheli, in Indien geboren, in Pakistan aufgewachsen, mit einer langen Karriere auf US-Unis und im Regierungsdienst hinter sich, ist trotzdem sicher: "Das Image der USA als Land der Möglichkeiten, in dem alle Religionen und Gruppen zusammenleben und ihre Chancen haben, ist intakt."

Gegen den Strom eines wachsenden Islamismus

Die Beraterin der US-Außenministerin sprach Donnerstag bei einer Konferenz mit dem Titel "Living together - but how" in Wien, veranstaltet von der NGO "Frauen ohne Grenzen" (deren Direktorin die österreichische Soziologin Edith Schlaffer ist) und der US-Botschaft. Sie weiß, dass sie gegen den Strom eines wachsenden Islamismus arbeitet, aber: "Die meisten muslimischen Regierungen wissen, dass es Sicherheit und Stabilität kostet, wenn sie 50 Prozent der Bevölkerung aus dem öffentlichen Leben ausschließen. Wir unterstützen viele Initiativen. Wir hatten ein Programm in Saudi-Arabien, wo Studentinnen der Uni Jeddah nach Jordanien fuhren, um dort humanitäre Hilfe zu leisten. Es war das erste Mal, dass sie ohne ihre Väter und Brüder das Land verließen. Demnächst sind Wahlen in Pakistan. Wir helfen der Zivilgesellschaft im Wahlkampf."

Die USA seien sich selbst treu geblieben, trotz Guantánamo und Abu-Ghraib, trotz Kritik nicht nur in muslimischen Ländern. Außerdem: "Ich habe in drei republikanischen Regierungen gearbeitet - Reagan, Bush Vater, Bush Sohn. Immer hieß es, ihr Amerikaner seid naiv, wisst nicht, was ihr tut, Reagan ist ein Schauspieler, der bei Gesprächen einschläft usw. Heute wird anerkannt, dass unter Reagan und Bush Vater der Kommunismus zusammenbrach und Deutschland wiedervereinigt wurde." (Hans Rauscher/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 19.10. 2007)

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