LeserInnen von dieStandard.at haben uns ihre Feminismus-Definitionen geschickt - eine Auswahl
Was bedeutet Feminismus heute? Ein unerschöpfliches Thema und in seiner Beantwortung auch aus gutem Grund vielstimmig: Da die zweite Frauenbewegung in rechtlicher und sozialer Hinsicht viel erreicht hat, stellt sich heute die Frage, welche Forderungen noch offen stehen, welche dazu gekommen sind und warum uns manche aus bestimmten Gründen als überholt erscheinen (sollen?).
Die LeserInnen von dieStandard.at waren im Rahmen des Gewinnspiels "Das F-Wort" von Mirja Stöcker(siehe "Feminismus ist sexy!) aufgerufen, uns ihre Definitionen von Feminismus zu schicken. Von den Einsendungen lesen sich viele als persönliche Handlungsanweisungen: "Meine Tochter zu einer selbstbewussten Frau erziehen" ("Anja"), "als Feministin bin ich Detektivin,..., ich muss mit offenen Augen durch die Welt gehen, genau hinsehen, mich nicht täuschen lassen von 'Selbstverständlichkeiten'" ("Marlies") oder "Feminismus ist die Analyse der patriarchalen Strukturen, die bei uns bis heute noch gegenwärtig sind und dem Entgegensetzen von weiblichen Positionen" ("Cassandra").
Die gesamtgesellschaftliche Perspektive sprach u.a. User "Harald" an: "Feminismus bedeutet für mich, dass ich als Mann (auch von Frauen) nicht als Waschlappen belächelt werde, weil ich neben meinem Job regelmäßig das Klo putze, die Windeln wechsle und Entscheidungen gemeinsam mit meiner Frau treffe." oder auch "die Einsicht, die es uns ermöglicht, von so altbackenen Ausdrücken wie 'männliche' und 'weibliche' Eigenschaften, Rollen, usw. wegzukommen, hin zur freien Wahl, wie einE jedeR sein will" ("Irene").
Und zum Abschluss der Feminismus-Definitionen unserer LeserInnen der charmante Beitrag von "Anja": "Der wunderbaren Seite "diestandard.at" treu zu bleiben, auch wenn so mancher frauenfeindliche Kommentar einfach nur nervt!;)" (red)