Edith Sitwell: "Warum wie ein Pekinese ausschauen, wenn man ein Windhund ist?"

von Redaktion  |  03. Februar 2004, 13:24

Zum Geburtstag der englischen Schriftstellerin

Als Wegbereiterin der modernen Lyrik und Exzentrikerin ist Edith Sitwell in die Literaturgeschichte eingegangen. Obwohl sie aus einer vermögenden englischen Adelsfamilie stammte, wurden ihre Talente in keinster Weise gefördert. Ihren Eltern galt sie als "unansehnlich" und schwer "unter die Haube" zu kriegen. Eine Degradierung, so könnte frau positiv denkend meinen, die ihr das Rückgrat gestärkt hat. Fortan konzentrierte sie sich auf die autodidaktische Aneignung von Wissen und versuchte auf diese Art ihren Unterhalt zu sichern.

Freundinnen: Virginia Woolf und Gertrude Stein

Im Austausch mit ihren Freundinnen, den Dichterinnen Virginia Woolf und Gertrude Stein, schrieb sie Biografien, Romane und Gedichte. Darin ließ sie ihrer Abneigung der Oberflächlichkeit und Ignoranz von Bourgeoisie und Adel freien Lauf. Mehr dem Einzelgängertum, von der Norm Abweichendem verbunden, publizierte sie u.a. das Buch "Englische Exzentriker".

Dummheit unerträglich

Jedoch schränkte sie für sich selbst ein: "Ich bin nur insofern exzentrisch, als ich Dummheit schwer erträglich finde und mich beharrlich weigere, mir von Ignoranten die seelischen und technischen Aspekte der Kunst beibringen zu lassen...". Zur Lyrik, deren Inhalte beispielsweise den Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki behandeln, stieß Edith erst in ihrem späteren Leben. Eines ihrer bekanntesten Gedichte ist "Der Schatten des Kain". Edith Sitwell lebte von 1887 bis 1964 in London, Frankreich und Amerika. (dabu)

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