Fernsehauge
Charlie - ein wahrer Profi
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Die Sitcom "Two and a Half Men" zeigt, wie eine halbe Portion ins Macho-Dasein eingeführt wird und ist fixer Bestandteil des ORF-Vorabendprogramms
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Die Polizistin Debra Morgan aus der Serie "Dexter" ist unwissentlich ihrem Bruder auf den Fersen und hegt eine unpeinliche Liebe zu einem sehr viel älteren Mann
"30 Rock" macht sich im deutschsprachigen Fernsehen leider rar - Schade, denn der Konsum der Serie von und mit Tina Fey macht sich allemal bezahlt
Brautschau an der frischen Landluft via ATV: Bei "Bauer sucht Frau" spielen weniger die Hormone verrückt als die Stelle zur Hofarbeitskraft vakant steht
Desperate Housewife Bree Hodge pflegt "traditionelle Werte", denkt aber nicht im Traum daran, deren Folgen zu akzeptieren
Zwei Frauen in den Vorzimmern der Mächtigen - In dem Fernsehfilm "Frau Böhm sagt nein" ging es um verschiedene Lebensrealitäten von Frauen und um Voraussetzungen für Entsolidarisierung
In der "Lindenstraße" ist die 14-jährige Caro schwanger – Deutschlands erste und längste "Soap Opera" verliert auch bei solchen Themen nicht die Haltung
Die Heldinnen aus Lipstick Jungle sind "angekommen", zumindest zwei Drittel der Damenrunde. Nico Reilly (Kim Raver) ist Chefredakteurin eines Hochglanz-Modemagazins und Wendy Healy (Brooke Shields) ist Chefin einer Film-Produktionsfirma. Beide sind mit – zumindest bis zum aktuellen Serienstand auf ORF 1 – mit männlichen Sympathieträgern verheiratet. Wendys Gatte organisiert den Haushalt und Nicos seit 17 Jahren Angetrauter ist ein freundlicher Literaturprofessor, der bei FreundInnen und seinen StudentInnen sehr beliebt ist. Nur das Nesthäkchen der Runde, Modedesignerin Victory Ford (Lindsay Price), ist sowohl privat als auch beruflich noch nicht restlos gefestigt: Eine Kollektion, die maßlos verrissen wurde und ein Liebhaber, der die junge Frau mangels anderer Qualitäten mit den teuersten romantischen Gütern lockt. Damit bei ihr, aber auch bei den beiden anderen, nichts aus dem Ruder läuft, passen die drei aufeinander auf, schanzen sich schon mal Aufträge zu und halten sich gegenseitig die Auswein-Schulter hin.
Wird einem Dinosaurier der Fernsehunterhaltung eine Verjüngungskur oktroyiert, orientiert man sich am besten an Italo-TV-Konzepten: Mindestens eine Frau muss her, junge, hübsche, formschöne. Im Fall von "Wetten Dass..?" fungiert seit Samstagabend die ehemalige "Deutschland sucht den Superstar"-Co-Moderatorin Michelle Hunziker als Thomas Gottschalks...ja, "Co-Moderatorin". Ihr Aufgabenbereich schien klar umrissen: Lächle und schau' gut aus. Reden darfst du auch, aber nur unter der Patronanz des blonden Häuptlings. Als alter Show-Hase wird Hunziker wohl gewusst haben, worauf sie sich da einlässt. Dass sie Aufputz sein soll, damit mann was zu sehen hat, in der Hoffnung, dass die Einschaltquoten endlich wieder besser werden. Dass diese sexistische Überlegung durch den Verlauf der Show selbst Konkurrenz bekommt - wer hätte das gedacht: Denn im Vergleich zum Couchgeflüster des gelifteten Urgesteins der Sendung darf man Hunzikers rollenkonforme, freundliche Landgewinnungsversuche einer Moderation als positiv werten.
Was einst gefeierte weibliche TV-Stars heute machen, wollen wir in einer kleinen Serie innerhalb des Fernsehauges aufrollen. Unzählige Beispiele gibt es von diesen verlorenen gegangenen Frauen; jene, die den "Zu alt"-Stempel aufgedrückt bekommen haben; jene, die sich sich aufgrund persönlicher/familiärer Begebenheiten aus der medialen Öffentlichkeit zurückgezogen haben; und solche, die ihr Ding weiterhin durchgezogen haben, ohne dass es jemanden weiterhin gekümmert hat. Wie zum Beispiel Laura Leighton, Daphne Zuniga und Josie Bisset - klingelt's?
Jubiläumsstaffel: In zehn Jahren "Big Brother" hat sich das Hauptaugenmerk des Menschenzoos auf mehr Porno und mehr Schicksal verlagert
