Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate

Rein theoretisch würden sich Männer gerne mehr bei der Erziehungsarbeit einbringen. Die Praxis sieht anders aus.
In den letzten Jahren kursierten zunehmend Forderungen, endlich Diskriminierungen von Männern in den Blick zu nehmen. Sie wurden laut und mit starker medialer Unterstützung artikuliert. Gemeint ist mit der Feststellung der Männerdiskriminierung tatsächlich nur eine bestimmte Gruppe von Männern: Väter, die in Scheidung oder in Trennung leben und sich in finanzieller und erzieherischer Hinsicht übervorteilt fühlen. Die meist mit drastischen Einzelbeispielen beflügelte Debatte transportiert auch immer gleich die verbreitete Ansicht, dass es jetzt auch mal genug sei: mit der Gleichmacherei, mit den Protesten und dem Egoismus von Frauen.
Trotz dieses anhaltenden repressiven Raunens hat sich für Frauen in den letzten Jahrzehnten vieles verbessert. Dass dies gleichzeitig eine Verschlechterung für Männer bedeute, ist natürlich Unfug. Dennoch hält sich dieses Gerücht hartnäckig und sollte gerade in einer genaueren Betrachtung der heutigen Männerleben außen vor bleiben. Dem ersten Männerbericht aus dem Jahre 2006 ist das nicht gelungen.
Das neue Opfer von heute
Er fischte sich selektiv bestimmte Bereiche heraus. Für diese wurde dann der Mann in einem psychologisierenden Duktus als Opfer des Zeitgeistes stilisiert. Seine Sozialisation würde in einem "frauenbestimmten Umfeld" passieren, Bedürfnisse wie "Aufmerksamkeit" wurden gar als bubenspezifisch klassifiziert.
Derart unqualifizierte Vorannahmen spart sich der neue Männerbericht (dieStandard.at berichtete). Er setzt die für Buben oder Männer existierenden Probleme in Beziehung und zeigt: Es muss weder der Verlust eines traditionellen Väterbildes beweint werden, noch kann die Abwesenheit von positiven männlichen Vorbildern den steigenden Scheidungsraten in die Schuhe geschoben werden. Denn wenn die Zahlen über die höheren Einkommen von Männern in Erinnerung gerufen werden, wird schnell klar, wo die Männer sind. Nicht daheim bei ihren Kindern, sondern in der Arbeit. Dort basteln sie ungestört an ihren Karrieren in Berufen mit hohem Sozialprestige, das den Buben bei ihrer Berufswahl bereits wichtig ist, wie der Bericht zeigt.
Erziehungsarbeit - nein danke
Dennoch können sich laut Männerbericht 60 Prozent der Männer vorstellen, ihren Beruf für eine Familienkarenz zu unterbrechen, doch bei der Vorstellung allein bleibt es meist. Tatsächlich gehen magere fünf Prozent der Väter in Karenz. Somit entscheiden Männer schon lange vor einer möglichen Trennung, welche Rolle sie in der Erziehungs- und Familienarbeit einnehmen wollen.
Doch es wäre ungerecht, hier allein von freien Entscheidungen zu sprechen, die Männer fällen könnten. Schließlich werden auch bei Frauen laufend die gesellschaftlichen und ökonomischen Bedingungen ins Feld geführt, die ihr Leben mitbestimmen, in dem sie dann vorwiegend allein für die Kinder zuständig sind und Teilzeit in wenig geachteten Berufen arbeiten.
Höchste Zeit für Kritik
Doch Frauen kritisieren diese Verhältnisse eben schon lange. Es wäre höchste Zeit, dass dies auch Männer tun. Es sollten die 60 Prozent der Männer, die rein theoretisch in Karenz gehen wollen, doch endlich dafür kämpfen, dass sie das tun können. Ohne Einbußen beim Gehalt, dem beruflichen Fortkommen und ohne von KollegInnen belächelt zu werden. Sie sollten sich außerdem dafür einsetzen, dass eine berufliche Karriere nicht der einzige Gradmesser für ein gelungenes Leben ist. Dass sie sich Berufe aussuchen können, die nicht gemeinhin als "männlich" gelten, und am besten auch noch dafür, dass die sogenannten "Frauenberufe" endlich fair entlohnt werden. Kurzum: Sie sollten dagegen protestieren, einem machistischen Männerbild entsprechen zu müssen.
Frauenpolitisch Engagierte wissen, dass die Lebensbereiche Arbeit und Familie aufs Engste miteinander verwebt sind. Sie kennen den Preis dafür, dass sie noch immer mehr der Familie zugeordnet werden. Und sie kämpfen dafür, dass sich das ändert.
Und nun müssen männerpolitisch Engagierte verstehen, dass ihre ökonomische und berufliche Vormachtstellung im Beruf auch Nachteile hat, und danach handeln. Die AutorInnen des aktuellen Männerberichts wissen das, hoffentlich trägt ihre Arbeit dazu bei, eine vernünftige männerpolitische Debatte zu entfachen. (Beate Hausbichler, dieStandard.at, 25.1.2012)
Das Wirtschaftsministerium möchte mit einer Kampagne "Mut zu Kindern" machen und nimmt damit berechtigte Ängste nicht besonders ernst
Eine Replik auf Nils Pickerts Kolumnen-Text "Im Bett mit dem Feminismus" aus der an.schläge-Redaktion
Eine Studie liefert Zahlen über das geringe Engagement von Männern bei der Gleichstellung - Kritik an frauenpolitischen Maßnahmen gibt es hingegen zuhauf
Zwischen Macht und Ohnmacht des Mutterseins: Geschlechterforscherin Petra Unger plädiert für eine feministische Aneignung des Muttertags
Was gehen uns ihre Brüste an? Die Schauspielerin verletzt damit ihr Image der "Über-Frau"
Zu Thomas Petersens "statistischen Taschenspielertricks": Die Frauenquote ist verfassungskonform und nicht männerfeindlich - Von Brigitte Hornyik
Die neue Dove-Werbekampagne gibt den Frauen Zuckerbrot und Peitsche
Die Rede vom Ideal der traditionellen Familie oder vom natürlichen Aufwachsen ist kein Argument, sondern Ressentiment
Es muss nicht alles Blödsinn sein, was in den Werbeblöcken läuft – die aktuelle Snickers-Werbung ist der beste Beweis
Deshalb müssen wir ganz grundsätzlich um das Recht auf Einkommen kämpfen - Von Gastautorin Gerlinde Knaus
Die Berichterstattung über den neuen Papst Franziskus I. übersieht, dass diskriminierende Positionen nicht für alle selbstverständlich sind
Die kulturelle Definition von Männlichkeit muss hinterfragt werden - Von Laura Wiesböck
Ja, Sexismus kann sich auch gegen Männer richten, wie die neue Kampagne der Wiener Linien beweist
Frauenrechtliche Argumente für die Umstellung auf ein Profiheer - Von Renate Partei
Frauen schaffen es dank Twitter, Alltagssexismus zu skandalisieren - Dennoch ist die Hoffnung gering, dass sich bald etwas ändert
... und dann die ganze Hand - Der Papa-Monat würde Jung-Väter auf den Geschmack bringen und Mütter entlasten
Beharrlich weigert sich der junge Pop-Star, dem klassischen Bild des Gewaltopfers zu entsprechen
Zuerst das Betreuungsgeld, jetzt die Quoten: In der deutschen CDU tobt der politische Kampf um die Frauen- und Familienpolitik
Eine Frau ist eine Frau ist eine Frau - und als solche soll sie auch sprachlich sichtbar sein - eine Replik auf Karin Fleischanderls Kommentar
Über Moral und Unmoral im Gesundheitsbereich - Von Christian Fiala
Warum Theaterregisseurin Angela Richter Täter und Opfer verwechselt und im Bett nur Konsens wirklich sexy ist
Das Frauenmagazin "Brigitte" shootet wieder mit Profi-Models - Vom Durchschnitt waren die "Bio"-Models ohnehin weit entfernt
In der Beschneidungsdebatte bei Burschen kommen derzeit weniger aufklärende Argumente zur Sprache, dafür umso mehr die Haltungen von Religionsvertretern
Ein Beispiel aus Frankreich zur Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare
Nun gibt es also den "Gender Award Werbung" - Doch auch der wird an dem beliebten Sport, diskriminierende Bilder zu verbreiten, nichts ändern
"und wieso sollte eine Frau (hierzulande) nicht abtreiben können? "
dieser blödsinn verdient eigentlich keine antwort, aber:
wann waren SIE zuletzt ungewollt schwanger? wie ist es ihnen dabei ergangen? was haben sie dabei für konflikte durchgemacht?
Es sind doch Frauen, die gegen den Willen des Mannes ein Kind bekommen und ihm dann vorschreiben was für ihn zumutbar ist.
Ich habe ja nie behauptet, dass mann es der Frau vorschreiben kann ein Kind bekommen zu müssen, nur weil der Mann es will, aber dabei wird ihm ebenso vorgeschrieben, dass es ihm zumutbar ist.
Ich finde Sie dass Sie überhaupt nichts verstehen. ;-)
einem mann wurde meines wissens noch nie eine schwangerschaft, eine geburt oder eine abtreibung zugemutet, ihm nicht hämisch gesagt, er könne ja eh abtreiben oder ein kind zur adoption oder in die babyklappe geben.
was ihm nicht frauen "zumuten", sondern der staat, ist die konsequenzen seiner handlungen zu tragen, wie frauen das auch tun.
Sie kann abtreiben, das Kind in die Babyklappe legen oder zur Adoption geben. Egal ob sie verhütet hat oder nicht.
Die Frau würde dann die Konsequenzen tragen, wenn sie all das nicht könnte und das Kind bekommen und versorgen sowie ernähren müsste, auch gegen ihren Willen. Muss sie aber nicht, der Mann schon.
Tja wenn Abtreibung , Babyklappe und Adoptionsfreigabe verboten wird, dann sind es ja auch nicht Männer, die ihr etwas vorschreiben, sondern der Staat. Warum soll der Staat das bei Männern machen dürfen und bei Frauen nicht?
»A real man would dedicate himself to me in a completely unselfish manner. He would think about my needs before his own.« Mrs. Lisa
http://mistresslisa.blogspot.com/2012/01/w... 43e54895a8
Das mit der Zeichnung hat sich auch nicht so ganz bewährt, denn die meisten Männer haben selbst das nicht verstanden. Männer verstehen dann am besten, wenn ihnen eine Frau klar und deutlich (am besten als Befehl) sagt was Sache ist und was sie zu tun oder zu lassen haben. Frau muss es dann auch gar nicht im Detail erklären, denn das verwirrt die Männer nur. Klare Befehle sind sie gewohnt und wenn nicht gewöhnt Frau sie daran!
Wissenschaft und die Forschung, die Gesellschaft, ja die ganze Welt, nicht von Männern beherrscht sondern von...Frauen?
Pippi-Syndrom, hm? "Ich mach mir die Welt..." :-)
Männer sind nicht zum Herrschen geboren. Tun sie es doch, bringt das nur Habgier, Grausamkeit und Kriege, worunter alle Menschen zu leiden haben, mit sich.
Deshalb brauchen wir Frauen an der Macht ('herrschen' ist dann ein wenig der falsche Begriff), die Eintracht, Friede und Fortschritt mit sich bringen!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.