Thatcher und die Frauen

Sandra Ernst Kaiser
12. Februar 2012, 18:00

Mit dem Film "The Iron Lady" wird eine alte Debatte wiederbelebt - War Margaret Thatcher eine Feministin?

Die politische Bühne verließ Margaret Hilda Thatcher schon vor mehr als 20 Jahren. Doch kaum ein politischer Geist schrieb sich in Großbritannien und auch im restlichen Europa so fest ein wie ihrer. Sie spaltete die öffentliche Meinung schon während ihrer Zeit als Premierministerin von 1979 bis 1990. Nun gibt es eine neu entflammte, hitzige Debatte über die gelernte Chemikerin - ausgelöst durch den Film "The Iron Lady", der ab März auch in den heimischen Kinos zu sehen ist.

Weil die 1925 geborene, inzwischen an Demenz erkrankte Politikerin im Film von Phyllida Lloyds als demenzkranke Frau dargestellt wird, die in Rückblenden von den Geistern ihrer Vergangenheit heimgesucht wird, empören sich ihre AnhängerInnen und werfen der Filmemacherin Pietätlosigkeit vor. Gleiches ist und war von Thatchers politischen GegnerInnen zu hören, jedoch in der Bewertung ihrer Politik. Der filmische Fokus auf Verteilungsfragen und das Geschlecht der ehemaligen Premierministerin ließe die inzwischen 85-Jährige als Feministin erscheinen, ist einigen FilmkritikerInnen zu entnehmen. Aber war sie das wirklich?

Keine Frau der Quote

"Dem Kampf um Frauenrechte verdanke ich nichts", ließ sie die Öffentlichkeit wissen, und als sie als Kandidatin der Conservative Party (Tories) 1979 zur Premierministerin gewählt wurde, war auch von Frauenquoten noch keine Rede. Überhaupt war ihr Frauenpolitik ein rotes Tuch. Für britische Feministinnen in der Ära Thatcher war es erstaunlich, dass Thatcher unter ihren Kollegen als besonders weiblich und beliebt galt. "Thatcher war für Männer akzeptabel, weil sie deren Welt bestätigte", antwortete darauf die britische Journalistin und Autorin Beatrix Campbell.

Tatsächlich herrschte in England zu Thatchers Zeit eine größere Kluft zwischen den Geschlechtern als in anderen westlichen Industriestaaten. So gehörten zwei Drittel der Frauen, die insgesamt 40 Prozent der Erwerbstätigen stellten, zu den niedrigsten Einkommensgruppen, wie der Soziologe Max Haller in einer Analyse der Klassenstruktur von 1960 bis 1990 aufzeigt. Der Wochenlohn der Männer lag im Durchschnitt um 52 Prozent höher als jener der Frauen. Wie die Gehaltsrelationen im Einzelnen aussahen, blieb Männersache, denn die britische Frau hatte kein Recht auf Auskunft über die Einkünfte ihres Mannes. Die Bürokratie unter Thatcher ging davon aus, dass der männliche Hausvorstand über die Ehefrau und sonstige Abhängige bestimmte.

Bei Führungskräften in der Privatwirtschaft lag der Frauenanteil bei rund sechs Prozent. Anders das Bild bei Büro- und Hilfskräften: Im öffentlichen Dienst waren rund 75 Prozent davon Frauen. In den Staatssekretariaten hingegen waren es nur knapp über zwei Prozent. Generell war der weibliche Anteil im Parlament schwach, denn nur 28 Prozent Mandatarinnen schafften es unter die insgesamt 650 Abgeordneten im Unterhaus.

Thatcher als "Milk Snatcher"

Bis zum Rücktritt Thatchers im Jahr 1990 hat sich die Situation der britischen Frauen wahrlich nicht verbessert. Die Zahl der weiblichen Arbeitslosen verdreifachte sich in den elf Jahren Thatcher-Regierung laut ILO (International Labour Organisation): Mehr als eine Million Frauen hatten keinen Job, und somit rutschten immer mehr Frauen in die Armut. Es wurden Ausbildungsprogramme gekürzt, ebenso die finanzielle Unterstützung beim Mutterschutz, beim Schul-Essen und bei Kindergärten. Schon als Thatcher Anfang der 1970er Jahre Kultur- und Wissenschaftsministerin war, zeigte sich ihre rigorose Sparpolitik, als sie die Gratismilch an den Grundschulen abschaffte. Das brachte ihr die Bezeichnung "Milk Snatcher" (Milchräuberin) ein.

"Es herrscht Sexismus"

Resignierend beschrieb Campbell 1987 in ihrem Buch "The Iron Ladies: Why Do Women Vote Tory?" die Situation: Thatcher sei zwar eine mächtige Frau, aber sie verändere nichts für Frauen. Auch das "Wall Street Journal" war in der Beurteilung der "Eisernen Lady" nicht gerade zimperlich: "Zwei Frauen mögen führen (Thatcher und die Queen, Anm.), aber es herrscht Sexismus. Arbeitende Frauen bleiben Bürgerinnen zweiter Klasse." So weit die Beurteilung zu der Zeit, als Thatcher noch Premierministerin war. Wie sieht die rückwirkende Einschätzung aus?

Jenny Anderson, britische Journalistin und Autorin, resümiert heute im "Guardian", dass Thatcher strukturelle Gegebenheiten vollkommen ausblendete und Individualismus und Eigenverantwortung allem voranstellte. "Immer, wenn Thatcher als Feministin bezeichnet wird, stirbt in mir ein kleines Stück Feminismus", so die Journalistin im Jänner, als sich die BritInnen aufgrund des Films "Die Eiserne Lady" in einer neu aufgelegten Thatcher-Diskussion wiederfanden.

Revolutionäres

Etwas differenzierter sieht es eine Kollegin. Von entscheidender Bedeutung sei, dass Thatcher weiblichen Erfolg normalisierte. Das bedeutet für Natasha Walter jedoch nicht, dass sie eine Feministin war. "Sie hatte kein Interesse an sozialer Gerechtigkeit und wusste nichts von weiblicher Solidarität", schrieb sie ebenso im "Guardian". Ähnlich Mary Beard, Professorin in Cambridge: "Man kann nicht leugnen, dass mit der ersten Premierministerin ein wichtiger symbolischer Schritt nach vorne gemacht wurde", aber auch sie negiert die "feministische Ikone" in Thatcher. Ähnlich wie Beard sieht das die Politikwissenschaftlerin Gabriele Michalitsch: "Feministin war sie keinesfalls, aber als Frau 1979 britische Premierministerin zu werden ist doch relativ revolutionär. Insofern war sie sehr wohl ein role-model", so Michalitsch gegenüber dieStandard.at.

Im Kampfmodus

Als Thatcher nach ihrer ersten Amtszeit als Premierministerin in einem Umfragetief war und um ihre politische Zukunft kämpfte, schaltete sie ihren Kampfmodus ein. Es ist an Zynismus kaum zu überbieten, dass Thatcher nach der Rückeroberung der Falklandinseln, die 255 britische Soldaten und 655 Argentinier das Leben kostete, als Kriegsheldin gefeiert wurde und auf einer Welle der Popularität ritt. "Krieg als Rettung", umschrieb Naomi Klein die Situation, in der sich Thatcher nach dem Falkland-Krieg wiederfand. Fortgeführt wurde er im eigenen Land.

Denn als die Kohlebergleute 1984 streikten, stellte sie den Aufstand als Verlängerung des Krieges mit Argentinien hin und verlangte eine ähnlich brutale Lösung. "Wir mussten auf den Falklands den äußeren Feind bekämpfen, und jetzt müssen wir gegen den inneren kämpfen, was viel schwieriger, aber für die Freiheit genauso gefährlich ist", so Thatchers berühmter Ausspruch, bevor sie die volle Staatsgewalt auf die Streikenden losließ und es insgesamt zu mehr als 1.000 Verletzten kam.

Politik des Ausverkaufs

Nach der Wiederwahl entfaltete sie schließlich das, was später unter "Thatcherismus" gehandelt wurde. Einen Vorgeschmack darauf lieferte sie in ihrer Sozialpolitik beim Verkauf der britischen Sozialwohnungen. Schon aus politisch-philosophischen Gründen lehnte sie es ab, dass der Staat Eigentümer von Wohnungen sein soll - zudem lebten in den Sozialwohnungen vor allem Menschen, die die Tories nicht wählten. Wenn man diese Leute auf den freien Wohnungsmarkt bringen könnte, würden sie sich mit den Werten wohlhabenderer Schichten identifizieren, so die Überzeugung der "Eisernen Lady". Das Ergebnis war, dass diejenigen, die es sich leisten konnten, Wohnungen kauften, und diejenigen die es sich nicht leisten konnten, als Obdachlose die Straßen der britischen Großstädte füllten.

Privatisierung als Flaggschiff

"Thatcherismus" war vorerst negativ konnotiert, weil der Begriff von ihren politischen GegnerInnen kreiert wurde. Mit einer Umdeutung der ParteikollegInnen hat sich der Begriff, der nicht für eine Wirtschaftstheorie, sondern vielmehr für ihre Praxis steht, etabliert. Der britische Soziologe Anthony Giddens charakterisiert diese Praxis etwa mit einem schlanken Staat, Marktfundamentalismus, Hinnahme sozialer Ungleichheit, autoritärer Moral in Verbindung mit ökonomischem Individualismus, Selbstregulation des Arbeitsmarktes und stark reduzierter staatlicher Wohlfahrt. Thatchers wesentliche Pfeiler waren die Reduzierung der Macht der Gewerkschaften sowie eine umfassende Liberalisierung verschiedener Wirtschaftszweige. Insbesondere die Privatisierungspolitik wurde zum Flaggschiff des Thatcherismus.

Eben auch in ihrer Wirtschaftspolitik, die nicht losgelöst von anderen Reformen gesehen werden kann, war Thatcher alles andere als eine feministische Politikerin. Die Politikwissenschafterin Gabriele Michalitsch gibt zu bedenken, dass "Thatcher als neoliberale Vorreiterin vorexerzierte, was in den 1990er Jahren europaweit bestimmend wurde". Als Beispiel nennt Michalitsch "Aktivierung". Thatcher war die Erste in Europa, die Arbeitslosengeld nur ausbezahlte, wenn die Betroffenen aktive Arbeitssuche vorweisen konnten. Für Michalitsch war Thatcher "die Klassenkämpferin ihrer Zeit". Eva Kreisky, ebenso Politikwissenschafterin, ordnet Thatcher ähnlich ein, wenn sie etwa meint, dass "Thatcher in einer fraglos rauen britischen Wendepolitik ihren 'Mann' stellte". (dieStandard.at, 12.2.2012)

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Na, m thatcher hat mehr fuer die gleichberechtigung der frau getan, als mehrere hundert alice schwarzers. Dafuer ist ihr ewiger hass sicher......

Margrit Hila Thatcher war in die Macht verliebt und das "eiskalt"

Die Thatcher hat die neoliberalen Experimente nach dem Pinochet Putsch 1973, durchgeführt von den Chikago-Boys und OPUS DEI, aufmerksam beobachtet und den Pinochet vor der rechtlichen Verfolgung durch die Ermittlungen des tapferen Richters Garcon geschützt. Sie hat mit Hilfe des Reagan, des Blair und des Schröders dafür gesorgt, daß der Neoliberalismus in den entwickelten Staaten eingeführt wurde. Der Neoliberalismus ist auf dem Blut der chilenischen Linken und der Arbeiter aufgebaut, das sollte nie vergessen werden, wir sind heute solidarisch mit der kämpfenden chilenischen Jugend und mit allen, die gegen den überlebten Neoliberalismus angehen, Friede seiner Asche.
Mit freundlich-solidarischen Grüßen
Berthold Goergens, Frankfurt am Main

Und, wo ist der widerspruch zu meinem post?

Als Thatcher schon eisern herrschte, war in Ö der Sozialismus noch in vollem Aufbau.

Erst als die Verschwörung des internationalen Finanzkapitals im November 1985 unsere blühende Verstaatlichte in den Ruin führte, ging die gute Zeit bei uns zu Ende. Und heute brennen wir für die Schulden, wie Humorlose vor 40 Jahren vorhersagten.

ein letzter Versuch die Geschichte des Neoliberalismus und seiner Akteure fertig zu schreiben

11. Die Verkehrsdienstleistungen entsprechen seither nicht den ökologischen Kosten, die diese verursachen, das ist ein neoliberales Tabu, daran darf nicht gerührt werden.
12. Auf der Basis des Kupferreichtums, der gewaltsamen Ausschaltung der Gewerkschaften konnte sich Chile erstaunlich schnell erholen und unter diesen Bedingungen konnten die Bedürfnisse der Mittelschicht befriedigt werden, so gewann der chilenische Faschismus eine zeitweilige soziale Basis.
13. Der Schröder und der Riester setzten die Rentenreform im Interesse ihres AWF-Freundes Maschmeyer mit der Riester-Rente im neoliberalen Sinn um, die Betrogenen sind die kommenden Rentnergenerationen.
Berthold Goergens, Frankfurt am Main

Der pluralistische Sozialismus in Chile war eine Hoffnung

Diese Hoffnung wurde belächelt und bekämpft von dogmatischen Marxisten-Leninisten und den Reaktionären aller Lager, wie ähnlich sich diese beiden Extreme sich sind. Hoffen und utopisch sein ist eben eine Stärke von kompletten Charakteren, diejenigen, denen das abgeht sind halt eiskalt und gewissenlos zum Herrschen bereit usw. usf.
Berthold Goergens, Frankfurt am Main

noch eine Fortsetzung der Geschichte des Neoliberalismus und seiner Akteure

10. Alle Reaktionäre dieser Welt beobachteten diese Experimente aufmerksam und zogen ihre Schlüsse daraus. Thatcher und Reagan bauten Großbritannien und die USA nach diesem Modell um, nicht von ungefähr entließ Reagan streikende Beschäftigte einer Airline, denn zur Ideologie des Neoliberalismus gehört die These, dass nur der ungehinderte Vergleich auf den internationalen Märkten, den Fortschritt im Sinne des Kapitals gewährleistet.
11. Die Verkehrsdienstleistungen entsprechen seither nicht den ökologischen Kosten, die diese verursachen, das ist ein neoliberales Tabu, daran darf nicht gerührt werden.
12. Auf der Basis des Kupferreichtums, der gewaltsamen Ausschaltung der Gewerkschaften konnte sich Chile erstaunlich schnell erholen und unte

Fiortsetzung der Geschichte des Neoliberalsmus und seiner Akteure

7. Vom CIA und Kissinger gesponsert ergriffen die reaktionären Kräfte in Chile ihre Chance, dass ein instabiles Land durch Terror und das willige Militär unter Pinochet in den „Griff“ zu kriegen wäre.
8. Mit ungeheurer Brutalität wurde der Putsch durchgeführt, tausende wurden gefangen genommen und in das Stadion von Santiago de Chile eingesperrt, so wie es die Folterknechte des CIA von den deutschen Faschisten gelernt hatten und in Schulungen dem Militär in Lateinamerika beigebracht hatten.
9. Pinochet wusste mit der Staatsführung nichts anzufangen, also berief er OPUS DIE und die bei Milton Friedmann in Chikago ausgebildeten Wirtschaftsleute zu seiner Hilfe. Sie hatten freie Hand und übereigneten die Renten- und Krankenversicherung dem Ma

Die Geschichte des Neoliberalismus und seiner Akteure muss immer wieder geschrieben werden !!!

Form von Thesen.
1. Die entwickelten, kapitalistischen Staaten befanden sich in der moralischen und strategischen Defensive.
2. Der Vietnam-Krieg näherte sich dem Ende – moralisch und militärisch war er durch die –US-Führung und der sie bestimmenden Monopole – der Militär-Industrielle Komplex usw. usf. – verloren.
3. Das internationale System des Finanzkapitals befand sich in der Krise und ging seinem wohlverdienten Ende entgegen.
4. Die „sozialistische“ Bewegung befand sich auf dem Vormarsch – was sich noch als schwere Hypothek erweisen sollte.
5. Zum ersten Mal in der Geschichte deutete sich in Chile der demokratische Übergang zum einem pluralistischen Sozialismus an.
6. Das Finanzkapital gab nicht auf, wie es Rudolf Hilferding in se

der artikel fasst zusammen,

was mich dazu bewogen hat, einen kinobesuch mit hoher wahrscheinlichkeit auszuschließen.

So erweitert man den horizot aber nicht.....

ich muss mir aber nicht alles anschauen, nur um alles gesehen zu haben ;-)

Der Film und seine Wahrnehmung

Ich werde mir diesen Film wahrscheinlich ansehen und meine Urteile über die Thatcher bei dieser Gelegenheit überprüfen, vielleicht bringen die Dramaturgen dieses Films und Schauspieler ein ganz anderes Bild an die Öffentlichkeit. Kritik und Selbstritik - wenn sie ehrlich und konstruktiv sind - bewegen die Menschen und die Welt, anderster als es manchmal den Postings des Standards zu entnehmen ist, leider...............
Berthold Goergens, Frankfurt am Main

Der Putsch in Chile 1973 war der Ausgangspunkt der neolibrlen Experimente rund um die Welt - gesponsert von der Thatcher

Die Thatcher hat die neoliberalen Experimente nach dem Pinochet Putsch 1973, durchgeführt von den Chikago-Boys und OPUS DEI, aufmerksam beobachtet und den Pinochet vor der rechtlichen Verfolgung durch die Ermittlungen des tapferen Richters Garcon geschützt. Sie hat mit Hilfe des Reagan, des Blair und des Schröders dafür gesorgt, daß der Neoliberalismus in den entwickelten Staaten eingeführt wurde. Der Neoliberalismus ist auf dem Blut der chilenischen Linken und der Arbeiter aufgebaut, das sollte nie vergessen werden, wir sind heute solidarisch mit der kämpfenden chilenischen Jugend und mit allen, die gegen den überlebten Neoliberalismus angehen, Friede seiner Asche.
Mit freundlich-solidarischen Grüßen
Berthold Goergens, Frankfurt am Main

genau

und weil europa so schrecklich neoliberal ist, buttern wir gerade so lange geld in die südeuropäischen staaten, bis wir selbst insolvent sind.
voll neoliberal.
von unserer abartig niedrigen steuerquote und dem unmenschlichen pensionssystem, bei dem die leute erst mit durchschnittlich 58 in rente gehen dürfen, rede ich jetzt gar nicht, alles grauenhaft neoliberal.

wir "buttern" nichts in südeuropäische bevölkerungen. wir buttern in südeuropäische regierungen (die zuvor autoritär umgekrempelt wurden), die sicherstellen, dass west- und nordeuropäische banken nicht um ihre erwarteten profite umfallen und west- und nordeuropäische rüstungskonzerne weiterhin einen sicheren absatzmarkt vorfinden.
dafür "buttern" wir.

Die Geschichte des Neoliberalismus und der Akteure ist immer wiede zu schreiben

Form von Thesen.
1. Die entwickelten, kapitalistischen Staaten befanden sich in der moralischen und strategischen Defensive.
2. Der Vietnam-Krieg näherte sich dem Ende – moralisch und militärisch war er durch die –US-Führung und der sie bestimmenden Monopole – der Militär-Industrielle Komplex usw. usf. – verloren.
3. Das internationale System des Finanzkapitals befand sich in der Krise und ging seinem wohlverdienten Ende entgegen.
4. Die „sozialistische“ Bewegung befand sich auf dem Vormarsch – was sich noch als schwere Hypothek erweisen sollte.
5. Zum ersten Mal in der Geschichte deutete sich in Chile der demokratische Übergang zum einem pluralistischen Sozialismus an.
6. Das Finanzkapital gab nicht auf, wie es Rudolf Hilferding in se

"pluralistischen Sozialismus"

ist das sowas ähnliches wie nymphomane jungfrauen oder kriegerische pazifisten?

....ohne kompromisse...

die gute Thatcher war sicher alles andere als eine Feministin, sie war schlicht "der" personfizierte neoliberalismus.Sie war kompromisslos, straight, aktiv und initiativ, also alles in allem verkörpterte sie maskuline eigenschaften!
Thatcher polarisierte, war aber deshalb politisch auch berechenbar; ich sah als sehr junger mensch in den 80gern mal ein interview im fernsehen von ihr; "oh mann" der kalte, eisige blicke liess mich selbst über den äther erschaudern; und meine erfahrung: sehr intelligente frauen in führungspostionen agieren meist "straighter", verstandesorientierter und sachbezogener als männer (anscheinend bewirken toppostionen in frauen eine art virilisierung, die gepaart mit doch weibl. intuition gute ergebnisse liefert..:-)

"sehr intelligente frauen in führungspostionen agieren meist "straighter", verstandesorientierter und sachbezogener als männer"

Wenn dazu "Menschlichkeit", also soziales Verständnis und Anteilnahme etc., und nicht eine harte neoliberale Ideologie, sich gesellen, dann wünsche ich mir, sollte Ihre Annahme stimmen, durchaus mehr Frauen in führenden Positionen - wo auch immer.

Zu Thatcher fällt mir immer Emma Goldman ein: "Ich glaube nicht, dass Frauen die Politik schlechter machen; aber ich kann auch nicht glauben, dass sie sie besser machen."

Thatchers Politik

Bei aller (von mir geteilter) Ablehnung ihrer Politik macht es wenig Sinn, hier ein Monster aufzubauen. Immerhin hat die Gewerkschaftsseite sie damals - in nach dem Falkland-Krieg geradezu fahrlässiger Weise - unterschätzt und ein alles-oder-nichts gespielt. Letztlich zum Schaden ihrer eigenen Klientel. Umso mehr, als die Gewerkschaften Thatcher durch die Demontage der Labour-Regierung eigentlich erst ermöglichten.

Umgekehrt gehört der Falkland-Krieg sicher zu den (weltpolitischen) Positiva ihrer Regierungszeit. Denn an ihm ist eine Diktatur zerbrochen, die zigtausende gefoltert und ermordet hat.

immer der gleiche typ frau

eine thather und eine schottermizi oder eine bachmann, alles der gleiche typ frau...

da lassen die gstandenen männer immer wieder mal eine frau an der "macht" schnuppern um der moral genüge zu tun...

und was eignet sich besser als eine blindwütige-kampfkonse
die sind alle so verblendet, dass sie JEDEN scheiß mitmachen...

lauter dinge die die männer in gleichen positionen nie getan hätten, aber die frauen glauben sie müssen stärke zeigen und durchhaltevermögen...

und dann kommen so dinge raus wie die arigona geschichte, oder das neue SPG

die männer haben dann gewonnen:

frau ist bald wieder weg weil total unbeliebt beim volk das faschistische gesetz für google oder fb steht und sie haben ihre frauenquote erfüllt..

Selbstverleugnung als Erfolgsvoraussetzung

Bis in die 80er Jahre gibt es ein markantes Zeichen für politisch erfolgreiche/einflussreiche Frauen (GB, Israel, Indien - als die wichtigsten Beispiele): sie haben dieses Faktum an sich weitestgehend ignoriert und waren zumeist "härter" als die Mehrzahl der männlichen Politiker.

Mit Feminismus hat das nichts zu tun, dennoch helfen sie (unbeabsichtigt) diesem, da sie die Fähigkeit von Frauen für die Staatsführung bewiesen.

Thatcher hat im Übrigen mitnichten "vor mehr als 20 Jahren" die politische Bühne verlassen. Immerhin war sie dann noch Mitglied des Oberhauses und hat sich in diverse politische Debatten eingeschaltet - womit sie insbesondere ihren Nachfolgern in der Partei geschadet hat.

ah bitte - der beste beweis,dass der schlimmste frauenfeind in vielen faellen eine weibliche vorgesetzte ist. so emotional-boesartig kann kaum ein mann sein, nur ein schwuler vielleicht >g<

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